Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. März 2016

Unauslöschlich

Aber manchmal
Manchmal da kann ich mir einfach nicht helfen.
Da gibt es einen Impuls in meinem Herzen
der wird zum Funken
der ein Feuer entfacht
dass sich nicht mehr löschen lässt.

Nichts hält mich ab.

Freitag, 29. Januar 2016

Sonntag, 24. Januar 2016

But Darling one day we'll be free


 Manchmal
da muss man einfach
allein sein
nur für sich
einen Moment verweilen und 
durchatmen
Manchmal
da bleibe ich einfach 
stehen
nur Für einen
kleinen Moment und 
genieße
Manchmal
da kann ich nicht anders
als stehen zu bleiben und
durchzuatmen
-
Denn die Zeit rennt und indem 
ich
einfach stehen bleibe
kann ich sie stoppen
Für einen kleinen Moment

B2 Composition

Komposition
Gedankengut
Worte schwebend im Raum
Lösgelöst
Unfangbar 
Gedanken treibend im Meer
aufgewühlt
unkontrollierbar
keine Chance 
Es ist bereits zu spät 

'Schau einfach nicht in den Spiegel',
sagte sie und ging

Donnerstag, 14. Januar 2016

Trying not to break

Was tun, wenn du mit ansehen musst wie deine Träume vor dir zu Staub zerfallen?
Wenn alles woran du glaubtest zerbricht?
Und du zurück fällst, aller Hoffnungen beraubt?

Jeder vergehende Tag scheint an meinen Nerven zu zehren. Ich kann die Gedanken nicht mehr verdrängen. Es ist viel zu präsent.
Und mit jedem vergangenen Tag kommt es einen Schritt näher auf mich zu.

Ich fühle mich noch nicht bereit dafür.
Zeit, warum spielst du gegen mich?

Donnerstag, 7. Januar 2016

Never Quite Awake

Seems that I have been held, in some dreaming state 
A tourist in the waking world, never quite awake 
No kiss, no gentle word could wake me from this slumber 
Until I realise that it was you who held me under

And all my bones began to shake, my eyes flew open 
And all my bones began to shake, my eyes flew Open

No more calling like a crow for a boy, for a body in the garden 
No more dreaming like a girl so in love, so in love 
No more dreaming like a girl so in love with the wrong world

As I wanted to be part of something

"Ich sehe dich öfters allein herum laufen"

Mit wem sollte ich auch unterwegs sein?
Da war immer nur Ich.
Ich war mit Ich.
Und Ich war allein.

Manchmal glaube ich, dass ich nicht die Fähigkeit besitze mit anderen Menschen lange aus zukommen. In der Gruppe fühle ich mich oft überfordert. Personenkreise mit mehr als vier Personen stressen mich, weil ich sie nicht überblicken kann...
Und reden fällt mir oft so schwer. Ich finde keine Worte mehr. Weiß nicht was ich sagen soll oder über was ich reden könnte.

Ich war immer mit Ich.
Und Ich war immer allein.

Doch ein Einzelgänger bin ich nicht, war ich nie... Fühle mich niemanden nahe oder verbunden.
Und da ist ist einfach etwas das fehlt. Irgendetwas fehlt.
Ich hatte mir vorgenommen, mehr mit Freunden zu unternehmen, zu lernen den ersten Schritt zu tun. Und dem kam ich nach denn Einsamkeit ist etwas für das man sich eben selbst entscheidet.
Doch man kann unter Menschen sein und sich dennoch einsam fühlen. Fühle mich stets nie wirklich d a z u g e h ö r i g. Etwas fehlt.
Es fehlt einfach. 

Und Ich war immer mit Ich.
Und Ich war immer allein.

Montag, 28. Dezember 2015

She'd had enough

One day you see a strange little girl look at you
One day you see a strange little girl feeling blue

She didn't know how to live in a town that was rough
It didn't take long before she knew she'd had enough
Walking home in her wrapped up world
She survived but she's feeling old

— The Stranglers, Strange Little Girl

________________________________________

Was ist nur wieder los mit mir?
Seh nun mehr nur noch dunkeldrau.
Spür der Sonne Wärme nicht
Finde nirgends Freude mehr. 

Hab keine Kraft, um aufzustehen

Oder gar vor die Tür zu gehen. 

Bin unendlich müde und verträumt. 

Ohne Antrieb. 

Ohne Sinn.

Sag denkst du eigentlich auch an mich?
Gelegentlich?
Es zerreist mich innerlich,
Zu wissen,
Dass du wirst nie sein mein
Und ich niemals dein.
...
Hätte heute einfach im Bett bleiben sollen. Mal wieder nichts geschafft.
Werde morgen spontan in der Eisdiele gebraucht. Die Ablenkung kommt gelegen und Geld brauch ich grad auch dringend.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Another drink just to pass the time

And I'm gonna be free and I'm gonna be fine
But maybe not tonight...

Weihnachten war kürzer als erhofft.
Wie gern wäre ich einen Tag länger geblieben. Wenigstens nur einen...

Aber nun liege ich hier, allein im großem Bett und bekomme wie fast jede Nacht kein Auge zu.
Und die Gedanken nehmen ihren Lauf.
Habe heute mit niemanden gesprochen.
Und auch nicht geschrieben. Hab einfach mein Handy links liegen lassen.
Ich musste heute mal unereichbar sein.

It's a different kind of danger
And my fears are spinning 'round

Sind es wirklich nur die kurzen Tage und das fehlende Licht?
Wann hört es auf? Wann wach ich endlich aus diesem Tag(alb)traum auf?

Never knew I was a dancer
'Till Delilah showed me how

Samstag, 17. Januar 2015

Pure Demotivation

15.01.2015
Tag der offenen Hochschulen.

Es war für jeden eine Pflichtverantstaltung, keine Schule, aber dafür einmal einen Tag an einer Uni erleben. Naja zumindest ist dies das Konzept dieses Tages.
Ich hatte mich eigentlich schon ziemlich drauf gefreut gehabt. Einen Tag Dresden, einen Tag mal in den Studentenalltag hinein schauen, sollte einem die schwere Entscheidung über den späteren Lebensweg doch erleichtern. Die Entscheidung, die einem solche Bauchschmerzen bereitet.

Aber an sich, war es ein Desaster.

Vermutlich war es einfach Pech, hatte mir die falsche Schule rausgesucht. An sich wieder Glück im Unglück. Denn so wird man nicht erst erschlagen, nachdem man sich bereits beworben hatte, denn die Schule stand ja wirklich auf meiner Liste.

Ich möchte jetzt auch nicht zu sehr ins Detail gehen. Es hatte schlecht angefangen und ging noch schlimmer weiter. Aber der Höhepunkt kam dann auch zum Schluss. So schlecht gemacht, wurde ich tatsächlich in meinem ganzen Leben noch nicht. Und ich musste mir schon viel anhören. Mir ist ja bewusst, dass ich noch lange nicht so gut bin, wie ich es sein könnte. Aber ich bin doch auch erst 17. Und Kritik nehme ich immer gerne an. Ich möchte doch wissen, was ich noch besser machen muss.

Doch wenn man all das was sie über meine Arbeiten gesagt hat zusammenfasst, so heißt es:
"Also um ehrlich zu sein, hast du in der Branche nichts zusuchen, du einfältiges Ding" 

-Autsch-

Schlauer als vorher bin ich nicht.
Nur unglaublich verunsichert.

"Willst du das wirklich? Denn das Zeug dazu hast du wohl nicht"
Frag mich das nicht. Ich zweifle an mir jeden Tag aufs Neue.

Ich war früh gegangen. Halb 12. Ich hatte zumindest noch einen Tag in Dresden.

Manchmal ist es schon ziemlich krass wie schnell man aus der Bahn geworfen werden kann. Ich war mir bereits so sicher, dass es das ist was ich machen will. Aber ich bin so schnell aus der Bahn werfbar. Viel zu schnell. Es hat mich ins Schwanken gebracht, Jetzt bloß nicht aus der Spur fallen... 
So ist nun mal das Leben. Es gibt immer Gegner, Menschen, die einen nicht respektieren wollen, einen nicht akzeptieren wollen, Menschen, die versuchen sich über dich zu stellen und dich schlecht machen. Egel in welchen Gebiet. Sei es wegen deiner Haare oder deiner Figur, sei es wegen deinem Glauben oder deiner Meinung, sei es weil ihnen nicht passt was du magst und machst oder gar wegen deiner Persönlichkeit.  Aber wegen einer negativen Erfahrung, darf man doch nicht alles über Bord werfen. Das ist doch nicht das Ende.

Geh deinen Weg, wenn du ihn für richtig hältst.
Kämpfe wenn es sein muss.
Lass dich niemals kleiner machen als du bist. Denn du bist auch etwas wert.
Glaube an dein Können und habe Vertrauen in dich.
Was andere über dich denken, ist doch egal.

Es ist dein Leben, mit deinem Weg und deinen Entscheidungen. 

Donnerstag, 25. September 2014

The Road Ahead

Schule stresst mich, Sektion Zwei stresst mich, Klausuren stressen mich. Menschen stressen mich. Leben stresst mich.

Allein der Gedanke an das mögliche Versagen, macht mich fertig. Und ich weiß,  ich sollte nicht so denken.
Stets die falschen Verhaltensweisen,  hervorgerufen von falschen Denkweisen.
Man darf nicht Angst haben vor der reinen Möglichkeit, dass man versagen könnte, dass man den Anforderungen nicht gerecht werden könnte. 
Ich weiß es, doch warum ist es so schwer davon l o s z u l a s s e n, einen Schlussstrich zu setzen und nach vorne zu sehen?
Fehlt es mir etwa an W i l l e n s k r a f t? Die Kraft mich zu ändern?
Ist der reine Wille an sich nicht das was zählt?  Das was allein zählt? Steht der reine Wille nicht über jeder Tat? Über jeden Gedanken? 

Ich schlafe wieder sehr schlecht. Zu sehr drehen meine Gedanken um die Dinge, die ich noch machen muss; die Dinge, die ich gerne machen möchte und die Dinge, die passieren könnten, wenn ich nicht Aus meinem Loch heraus komme.
Jeder Tag ist ein neuer Kampf mit sich selbst. Und ich weiß, man darf den Mut nicht verlieren. Und ich weiß, man darf sich nicht isolieren. Und ich weiß, dass jeder Morgen, möge er noch so trüb und vernebelt sein, einen neuen Anfang darstellt. Denn auch der dichteste Nebelschwaden wird einmal von den Sonnenstrahlen durchbrochen werden. Und ist der Nebel einmal verschwunden, so wird die Sicht auf den Weg vor einem auch wieder klar.

Nur wer stehen bleibt, der hat auch verloren.
Und ich habe mich noch nicht aufgegeben.

Montag, 1. September 2014

Neustart

Meteorologischer Herbstanfang.
1. September 2014

1.09 klingt total gut für einen Neuanfang. Denn es ist ein neuer Tag einer neuen Woche eines neuen Monats eines neuen Schuljahres. Es klingt nach einer neuen Chance.

Die Ferien sind vorüber und ich habe es tatsächlich überlebt. Denn diese Sommerferien waren anders als die vorherigen. Ich war viel unterwegs, habe viel erlebt, so viel, dass die Zeit nicht ausreicht, alles hier jetzt zu erzählen. Ich habe jetzt einen Aushilfsjob, ich bin 17 Jahre alt geworden und bin ab heute 11 Klässlerin. Das ist mir erst heute So richtig bewusst geworden als ich den ersten Fuß aufs Schulgelände setzte, so oft habe ich schon einen ersten Schultag erlebt, doch dieser hier war anders als die anderen... . Und in dem Moment als mir klar wurde, wie weit ich doch eigentlich schon gekommen war, wie viel ich doch eigentlich schon erreicht hatte und was eigentlich noch alles wunderbares vor mir lag, ward ich von einen Rausch des... des Stolzes erfüllt und noch nie zuvor bin ich mit eben einer solchen Selbstsicherheit die Stufen zum neuen Klassenzimmer empor gestiegen und noch nie habe ich einem neuen Schuljahr so hoffnungsvoll entgegen geschaut.

Das war ein neuer Anstoß, eben jener Anstoß,  den ich gebraucht habe, um mir wieder meiner Selbst und meiner Ziele bewusst zu werden. Es war eben jener Anstoß,  der mir neue Kraft und Mut gab, meine eigenen Dämonen weiter zu bekämpfen und mich nicht weiter von ihnen quälen zu lassen.

Heute ist der 1.09.2014 und heute fängt mein Leben an.

____________________

Ich war lange weg, doch ich habe die Pause gebraucht. Doch jetzt bin ich wieder da.

Dienstag, 10. Juni 2014

~

Es war seltsam so vor der Schule zu stehen und darauf zu warten, dass das kleine weiße Auto mit dem großen roten Herz der Arbeiterwohlfahrt vorfuhr, um mich abzuholen und in die nächste große Stadt zu fahren. Wir hatten einen Termin, beim Psychotherapeuten.
Oft scheinen die eigenen Ängste und Sorgen banal und unbegründet, aber wer sagt schon, dass ich nicht davor scheuen darf, was mir ungewohnt und beunruhigend ist.
Oftmals kann ich nicht beschreiben was in mir vor sich geht, denn es ist immer alles und doch nichts, so verschieden, aber dennoch alles das Selbe.
Und dann kam sie, nach einer gefühlten Ewigkeit, meine Bezugsperson, J. Ich habe ein gutes Gefühl bei ihr. Wir beide mögen die selbe Musik und haben einen Fabel für Eulen. Das ist doch schonmal etwas. Sie meint, sie hätte mein Instagram gestalkt und sei noch immer von meinen Zeichnungen verblüfft und hofft, dass ich das Zeichnen beibehalte.

Wir erreichten die Praxis mit Mühe 10min zu spät-schon blöd wenn niemamd sich auskennt, aber das war nicht weiter schlimm. Die Praxis befindet sich recht abgelegen im unterem Stockwerk eines Miethauses. Sie war recht klein und überall lagen Spielsachen, eine Kinder und Jugend-Therapeutin eben. Demnächst würde ich hier öfters sein.
Es ist bereits so schon schwer genug laut auszusprechen, was einem bewegt und beschäftig, was einem wiederfahren ist, dich mitnimmt und verletzt. Aber wenn danm auch noch jemand drittes mit drinnen sitzt....
Es war beunruhigend, beklemmend und ja wie war es?
Es war die erste Stunde, die kennenlernstunde, in der sie sich zunächst nur allerhand Notizen machte und mit alle möglichen Fragen stellte. Sie musste sich ein Bild von mir machen.
Am Ende verblieben wir mit einem neuen Termin und ersten "Aufgaben";
1. Ich würde nun jede Woche min. einmal gewogen werden.
2. Ich versuche am Tag wenigstens drei kleine Mahlzeiten zu mir zu nehmen.
3. Ich versuche das Erbrechen weitgehens einzuschränken. 
4. Ich denke darüber nach, was meine wahren Beweggründe der krankhaften Gewichtskontrolle sind.
Nach dem Gespräch war ich mehr als aufgewühlt gewesen. Meine Erzählungen sind auch stets so knapp und karg, doch ich wüsste wirklich weder die Atmosphäre, noch meine Gefühlslage oder den Gesprachsinhalt richtih wiederzugeben. ..

J. machte gleich hinterher noch Bekleidungseinkauf, alias pädagogische Einzelarbeit, alias eine Shopping-Tour mit mir, um mich wieder auf andere Gedanken zu bringen und auch mich als eines ihrer Jugendlichen besser kennen zu lernen. Die Ablenkung glückte. Es gab auch biel zu erzählen. 

Am Abend hieß es dann auch gleich: ab auf die Waage. J. hielt die Zahl zu. Ich sollte es nicht sehen, denn sie befürchtete es könnte mich wieder ins negative motivieren. Ich weiß es nicht.
Ich weiß eigentlich gar nichts.

Montag, 2. Juni 2014

Im Moment

Im Moment...
Es ist so schwer einen klaren Gedanken zu fassen.
Im Moment...
So schwer meine Aufgaben zu erledigen.
Im Moment...
Unmöglich mein Leben zu ordnen.

Ich bin es selbst leid, mich immer wieder entschuldigen zu müssen, für nicht getane Arbeit, vergessenen Hausaufgaben, unbeantworteten Nachrichten.
Manchmal, da fühle ich mich so schwach, dass selbst die Drehung im Bett viel zu mühselig erscheint. Ich fühle mich dann so stark in die Matratze gedrückt, als hätte man mich unter Zentnern von nasser Erde begraben, vorbereitend für den Tod, keine Chance zu atmen.
Und selbst liegen ist nicht ohne. Ich habe blaue Flecke an den Knieaußenseiten. Vom Liegen, auf der Seite. Und es schmerzt, wenn meine Knie aufeinanderliegen, als würden sie sich gegenseitig zerdrücken.
Ich fühle mich, als würde ich mit jedem Tag noch schwerer werden. Die Erdanziehung, nie war sie so belasted stark, zieht mich immer weiter zum Grund, bald ward ich zerdrückt von der eigenen Last.

Dabei ist Gegenteiliges der Fall. Ich habe sogar noch weiter abgenommen. Warum fühle ich mich nur so schwer?
Meine letzte Periode liegt nun 6 Monate zurück.
Wünschte grad ich könnte mich wieder täglich wägen, wie früher, hätte etwas Sicherheit, etwas Ruhe, die Erlaubnis zu essen ohne Erbrechen, doch mein Verstand sagt mir, es wäre fatel.
47.4 zeigte meiner Freundin ihre Waage, als ich mich in ihrem Bad des morgens heimlich wog. War über Nacht bei ihr gewesen. Haben so unglaublich viel gegessen "Lass uns heute einen Fresstag machen, das muss immerhin auch mal sein und ich habe diesen Monat noch einen offen und gerade dir würde es nicht schaden"
Das heißt, mein Magen war des Morgens auch noch so voll gewesen...
47.4
Mein Gewicht heute nicht zu kennen, möcht mir schier den Geist verbrennen. 
Warum fühle ich mich nur so schwer? So unglaublich schwer. Wohl würde ich mich nie als dünn empfinden. Ich bin's auch nicht-vielleicht ja doch.

Meine Mutter hat mich gestern angerufen. Es war das erste Mal nach über einem Monat, dass ich etwas von ihr gehört habe. Das Telefonat war kurz und kalt.
Sie meinte, dass sie die obere Wohnung untervermieten würden, aber mein Zimmer bliebe unangetastet. Sodass, wenn ich einmal über das Wochenende nach Hause käme, ich da schlafen könne. Sie würde sich freuen.

Am Freitag habe ich einem Termin bei einer Psychotherapeutin.

Sonntag, 11. Mai 2014

Teil 3: Can't cope with it

"Make it stop
Let this end
Eighteen years pushed to the ledge
It's come to this
A wheightless step
On our way down singing"
Rise Against - September Children

-Freitag, der 18.04.2014-
Die erste Nacht in der Schutzstelle war mit Abstand die grauenvollste gewesen. Nicht nur die Tatsache, dass ich von heute auf morgen das Haus in dem in 10 Jahre und damit den Großteil meines Lebens verbracht habe, verlassen und vermutlich für immer hinter mich gelassen hatte, trieb mich nahezu in den Wahnsinn. Nein, die neue unbekannte Umgebung machte es keineswegs leichter.
Die Zwölfjährige, die mit in meinem Zimmer war, konnte nicht ohne Musik schlafen, am liebsten stellte sie ein Lied auf repeat, für meine erste Nacht wählte sie Angst von Lafee. Als ob das nicht schon belastend genug gewesen wäre, erzählte mir die Siebzehnjährige von ihrer Drogenvergangenheit, ihrem Ex-Freund, der sie schlug, ihrer magersüchtigen Mutter, die so dünn sei wie ich und dem Kind, das sie verlor. Natürlich nicht ohne der zwölfjährigen dauerhaft Dinge wie "Halts Maul, deine Mudda is ne verfickte Hure" an den Kopf zu hauen.
Am Tag wurde es nicht besser. Es herrschten klare Strukturen und feste Zeiten für alles. Die Erzieher waren 24h am Tag da und streng -zumindest im ersten Moment, vermutlich weil sie nicht wussten mit wem sie es da mit mir zu tun hatten. Jeder hatte am Tag bestimmte Dienste wie Gelände kehren, wischen etc womit ich keine Probleme hatte. Doch es gab vier Mahlzeiten am besten Tag, während deren man streng beobachtet wurde. Vier Mahlzeiten. Vier.
Die Erzieher schrieben jeden Abend einen Bericht über Auffälligkeiten bei jeden einzelnen. Sie hatten meinen Uberweisungsschein, wussten vom der ES.
"Die letzte Stufe vor der Klapper"
Dann waren da diese zwei kleinen süßen Geschwister, zwei und drei Jahre alt und für ihr Alter geistig schon so weit, aber verhaltensauffällig. Sie würden bald in ein Heim gehen. Und der dreizehnjährige, der mich immerzu anstarrte. Sie alle belasteten mich, in ihrer Art, in dem was sie sagten, was sie machten. Man konnte keine Minute für sich sein, um runterzufahren, nachzudenken. Zogen mich weiter runter. Die konnten nichts dafür, es war nur das was ich empfand. Glaube ich.
Noch nie fühlte ich mich so fehl am Platz, so bedrückt.
Meine Gedanken kreisten unentweg um das was ich so plötzlich zurück ließ . Hatte ich nun wirklich mein Leben weggeworfen, so wie meine Schwetser es mir prophezeit hatte? Oder hätte ich es verloren, wäre ich geblieben?  In meinem Bauch machte sich das laue Gefühl breit einem riesigen Fehler gemacht zu haben. Mein Kopf fantasierte beunruhigende Zukunftsvisionen. Was war mit meinen Träumen, meinen Zielen, die mir all die Zeit Kraft gaben? Sie schienen mit einem Mal so unerreichbar. Ich hatte von heute auf morgen so wenig Gewalt über mein eigenes Leben. Keine Entscheidungskraft. Und tappte völlig im dunkeln darüber wie es weiter gehen würde.
Und niemand wusste wo ich war.
Und niemand wusste was geschehen ist.
Und niemamd wusste was mit mir los war.
Nicht einmal ich selbst.
Und ich sollte, sollte warten.
War allein, ohne hab umd gut, ohne zuhaus, ohne Freunde, mit ungewisser Zukunft. Und hatte Angst einen Fehler gemacht zu haben, so wie meine Schwester es mir vorgehalten hatte.
Aber das alles war zu meiner eigenen Sicherheit. Ich sollte geschützt werden, in dem Moment, vorallem vor mir selbst.
Alle waren schon seit einigen Wochen in der Schutzstelle. Wochen.
Bis Dienstag würde sich bei nichts tun.
Ich sollte warten.

-Sonntag, der 11.05.2014-
Ich habe gerade meine Monatskarte bekommen, damit ich morgen mit dem Bus in die Schule komme. Ich hatte es schon immer genossen mi dem Bus oder dem Zug zu fahren. Ich liebte reisen, ob kurze, mittlere oder lange Distanzen. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto. Reisen war wundervoll und einst ein solch seltenes Ereignis.
Wer hätte gedacht, dass ich einmal zu den Buskindern gehören würde?

_____________________
Es gibt noch so vieles zu erzählen, sovielen dass gesagt werden muss, dass aus meinem Kopf raus muss. Jeden Tag kommt etwas neues dazu, aber das vorhergehende ward noch nichz gesagt.  Ich hoffe die Zeitsprünge sind nicht so schlimm, aber ich möchte auch nicht zu viel mit einem Mal schreiben.
______________________

Mittwoch, 9. April 2014

Rise your wings

Letzte Nacht, da hatte ich einen Traum gehabt. Ich weiß nicht wie lange es nun her ist, dass ich zuletzt einmal so einen richtigen Traum hatte, einen Traum, den ich nicht bestimmte, sondern einen Traum aus meinem tiefsten inneren, aus meinem Unterbewusstsein.

In diesem Traum beschloss ich einmal nicht nach zu denken. Vor allem nicht über Geld, vor allem nicht über Verpflichtungen, vor allem nicht über Konsequenzen.
Kopf aus, einfach handeln. 
Ich ging zur Bank und hob alles Geld ab, dass ich so hart zusammen gespart habe. Nicht so viel wie es sein sollte, aber es ist immer noch für meine Zukunft. Welche Zukunft? Verschwende bloß nicht einen Cent, horte, gib es nicht aus.
Aber wozu? Ich nahm das Geld und setzte mich in den erstbesten Zug und fuhr davon, ohne Ziel, ohne Rückfahrtschein. Einfach weg hier sagte ich. Weit weg, die Welt sehen. Hier gab es nichts, dass mich mehr hielt. Wohin war auch egal, denn jeder Ort, an dem ich noch nicht war, wäre eine Bereicherung.
Ich fuhr in die Hauptstadt, bald zur Müritz und dann wieder ins Gebirge. Hatte nur dass was ich bei mir trug und bald war das Geld futsch. Lebte als Straßenkind, lernte andere Straßenkinder kennen, fuhren schwarz von A nach B, ohne Ziel, ohne Rückfahrt, waren frei und ungebunden. Verdienten etwas Geld mit Straßenmusik und Streetart, bald ging's weiter ins Ausland auf der Ladefläche eines Caddys.
Frei und ungebunden, ausgestiegen, einfach der Nase nach.
Kein Gestern, kein Morgen.
Waren namenlos und ohne Identität, aber das war egal.
Denn wir waren  Frei und ungebunden, ausgestiegen.

Mein erster Traum, nach Ewigkeiten. Was sagt das mir?
Wohl kaum, dass ich weg laufen sollte, doch dass es Zeit wird, mich zu lösen.
Ich habe mich schon immer so eingesperrt gefühlt, gezwungen und gedrängt. Da war stets dieser Drang, sich loszureißen. Ich will mein Leben leben und es so gestalten, wie ich es für richtig halte, für gut und schön.
Doch um wirklich frei werden zu können, so muss man sich erst von allem erdrückenden, zerrenden, einsperrenden und negativen Gedanken losreißen können. Man muss ehrlich zu sich selbst sein und darf nicht versucht es anderen Recht machen zu wollen. Denn es geht hier um einen selbst und man selbst entscheidet darüber, was man eben tun will oder nicht, darüber was gut oder schlecht ist. Wir selbst entscheiden, wer wir sein wollen. Wir schaffen uns Tag für Tag von neuen, verbessern, korrigieren oder zerstören, um dann vom neuen aufzuerstehen.

Es wird Zeit, dass ich an mich denke. An mich selbst.
An das was ich will und was mich glücklich macht.
Denn nur so kann es gehen und was andere dazu sagen ist egal.
Denn ich entscheide, wer ich sein möchte und wohin ich gehen will.'
Nur wer das akzeptiert, gehört auch zu mir, die anderen schaden mir nur.
Ja, es wird Zeit, dass ich die Fesseln abschlage, meine Flügel ausbreite und fliege.
"We can be free, We can learn to fly" 
Meine Obsession für Engel und Vögel hat schon ihren Grund. Sie sind und bleiben meine liebsten Motive.


Donnerstag, 3. April 2014

Still running in circles

trott... trott... trott...
Tag ein. Tag aus.

Ich gehe draußen umher. Gehe zügig. Brauche die Bewegung. Kann nicht still sitzen. Muss etwas tun. Etwas machen. Irgendetwas schaffen. Darf nicht allein Zuhause sein.
Aber es geht nicht. Es klappt nicht. Jedenfalls nicht mehr.
Hab noch 5€ in der Tasche. Warum sich nicht eine Kugel Eis kaufen?
Weil ich mir für 2€ 2 Liter kaufen könnte. Könnte, es aber nicht tue. Ein Glück. Wäre verschwendet. Und mein Tod.
Gehe schneller. Die selbe Runde. Sollte nach Hause, etwas tun, etwas machen, etwas erreichen.
Aber etwas hält mich fern. Hält mich zurück. Stoppt mich, lenkt mich ab, bevor ich etwas von den Dingen tun kann, die ich auch tun sollte. Um mich wieder besser zu fühlen. Um nicht wieder Zeit verschwendet zu haben.
Warum kann ich mich dann nicht einfach auch dazu motivieren? Es einfach machen. Einmal nicht nachdenken, nicht grübeln, nicht kalkulieren, sondern es einfach tun.
Einmal keine Konsequenzen abwägen, einmal keine Angst vorm Scheitern haben, sich einmal nicht gedrängt, nicht verpflichtet fühlen, es einmal nicht aufstauen lassen, bis es mich überrollt und zermalmt.

Jeden Tag der selbe Mist. Nein, ich schaffe es nicht.
Jeden Tag geht es wieder los. Hält mich fest.
Jeden Tag, einfach jeden Tag.

Und es macht mich verrückt. Kann nicht still sitzen, nicht runter kommen, nicht einmal entspannen und sagen: es ist okay. Fühle mich gehetzt und gedrängt und verpflichtet. Was mache ich nur?
Muss etwas tun. Etwas machen. Irgendetwas schaffen.
Aber es geht nicht. Es klappt nicht. Jedenfalls nicht mehr. Nicht jetzt.

Mittwoch, 26. März 2014

Und was ging bleibt für immer fort.

Nichts im Leben wärt ewig. Sei es der Strauß Blumen, der eben noch das Fensterbrett zierte oder die eigene Jugend. Manchmal scheint es, als würde die Zeit wie im Fluge vergehen und es gibt nichts, dass sie aufhalten könnte. Man kann sie nicht auffangen, nicht festhalten, noch in ein Kästchen sperren, um sie bei sich zu halten.
Ehe man sich versieht ist ein weiteres Jahr vergangen.
Und noch eines.
Was geschah ist geschehen.
Und was ging bleibt für immer fort.
 


Und ich weiß, wenn ich so weiter mach'.
Da bleibt mir nicht mehr lang.
Was mache ich nur mit meiner Zeit?


Es reicht, es reicht.
Lass mich bitte los, lass mich bitte gehen.
Damit ich endlich leben kann.
Ich will leben.
Damit ich meine Zeit endlich, endlich nutzen kann.

Samstag, 22. März 2014

Me vs Me has always been my biggest fight

Eine Essstörung bedeutet im ständigen Kampf mit sich selbst zu sein.
24/7, rund um die Uhr.
Es hört nie auf, du kannst nicht davor fliehen.
Wie auch? Wenn dein größter Gegner doch du selbst bist.
Man kann nicht vor sich selbst davon laufen. 

Diese Gedanken verfolgen einen wohin man auch geht. Was immer man tut.
Sie sind immer da. 
Und rauben dir deine Kraft, die Kraft, die du brauchst, um gegen diese Stimmen, dieses Verlangen anzukämpfen.

Doch was wenn die Kräfte aufgezehrt sind?
Was wenn man sich nicht mehr wehren kann?
Wenn man z e r b r i c h t? 


Sie sagen, manchmal muss man erst ganz unten angelangt sein, bis es endlich wieder nach oben geht.

Nach dem Gräultag von gestern, hatte ich heute einen Totalaussetzer. Ich erwachte diesen Vormittag wie aus einem monatelangen Koma geweckt. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir zuletzt sämtliche Gliedmaßen dermaßen geschmerzt haben. Ich rollte mich aus dem Bett, versuchte aufzustehen, doch meine Beine klappten fast weg. Ich verharrte kurz, holte noch einmal Luft und stemmte mich dann hoch. Ich fühlte mich so unglaublich schwer, so zu Boden gedrückt. So ähnlich muss sich der Wolf gefühlt haben, nachdem sein Bauch mit Ziegelsteinen gefüllt wurde, mit dem großen Unterschied, dass meiner furchtbar krampfte und nach Essen schrie.
Das mit dem Zeitungenaustragen ließ ich heute auch einfach bleiben. Wozu arbeiten, wenn man kein Geld bekommt? Die Kraft dazu hatte ich ohnehin nicht. Mir war das heute einfach e g a l.
Ich wusste, dass ich etwas essen musste. Die Tür unten war v e r s c h l o s s e n. Neuerdings pflegt meine Mutter am Abend die Wohnungstür zur unteren Wohnung, in der sich die Küche befindet, zu verschließen, damit des nachts nicht die unruhigen Gespenster wie ich eines bin, sich hinein schleichen und stören.
Ich hatte zum Glück noch einen kleinen Apfel, der war für die Vögel gedacht. Ich entschloss ihn zu teilen. Eine Hälfte verteilte ich an die Liebsten, die andere aß ich, einerseits froh nur so wenig gegessen zu haben, anderer seits noch immer hungrig, müde und schwach.
Als würde ich schlafwandeln irrte ich unruhig und vom eigenem Körper gepeinigt in der Wohnung umher. Ich wartete, dass unten die Tür auf ging. War sie überhaupt da? Ich hörte nichts. Versuchte mich abzulenken, malte, legte mich hin, nahm die Gitarre, stellte sie gleich wieder weg, versuchte zu schlafen, trank noch mehr Wasser. Meine Gedanken drehten sich immer noch ums essen, nur noch ums essen. Ich bedauerte nichts bares mehr daheim zu haben, aber das hatte ich mir auch selbst so vorgenommen, damit ich eben nicht einkaufen gehen kann. Ich verfluchte mich, dass ich mir kein Essen einteilen kann. Ich wurde fast verrückt.
Und dann endlich hörte ich die Tür aufgehen. Plötzlich fühlte ich wie neue Energie durch meinen Körper floss. Ich ging schnell runter. Dort stand meine Mutter. Sie fluchte, dass sie zu lange geschlafen hätte und nun auch noch zu einem Gespräch mit der Betreuerin meiner epileptischen Schwester müsse. Es war Viertel vor 3? Sie trug mir auf irgendetwas zu tun. Ich weiß nicht was, hörte ihr kaum zu. wollte.in.die.Küche. Und. Konnte.Nun.In.Die.Küche. Ich war allein. Niemand, der mich bremsen konnte. The rest is hintory.
Und was war anders heute? Anders war, dass ich es nicht hoch brachte. Ich wollte ohnehin nicht. Ich musste. Es schmerzte. Ich darf nicht. Ich soll es. Ich kann nicht beschreiben, was in mir vorging. Es war grauenvoll. Ich weinte. Erst hatte ich es mal wieder nicht geschafft, mich zu beherrschen, so sehr ich es versuchte, aber ich hatte versagt, mal wieder, nein, dann auch noch das. Ich versuchte mir einzureden, dass es nicht so schlimm sei. Suchte Trost. ES IST DOCH NUR ESSEN. Aber gleichzeitig stieg die Angst davor, der Hass auf mich und die Verzweiflung, diese unendliche Verzweiflung. Ich hielt es nicht aus.
Also zog ich meine Schuhe an, Jacke drüber. Draußen regnete es fürchterlich. Ich musste mich bewegen. Samstag nachmittag-kaum wer unterwegs.
Ich raste, ich hetzte, lief wie besessen. Ein Glück im Mittelgebirge zu wohnen. Berg auf und auf und auf. Ich konnte nicht mehr. Lief schneller. War irgendwann in der Nachbarstadt. Ging langsamer wenn ich jemanden sah, rannte am Feldweg. Rutschte. Fiel in den Dreck. Dass hatte ich verdient, dachte ich. Hechelte. Knie aufgeschlagen. Zähne zusammen beißen. Man muss ja noch noch Hause kommen. So.Schnell.Wie.Möglich. Also weiter rennen.
Mein Körper schmerzt, mein Magen krampft. Die Gedanken rennen. Bin völlig kaputt. Ich bin weiterhin allein und war die letzte halbe Stunde damit beschäftigt, einen Schnapsgummi gegen mein Handgelenk schnipsen zu lassen, um mich abzulenken. Mehr schlecht, als Recht.

Und Sie sagen, manchmal muss man erst ganz unten angelangt sein, bis es endlich wieder nach oben geht.
Doch wie weit muss ich noch fallen? Wann bin ich endlich im Tal? Wann darf ich endlich beginnen, wieder zu klettern?
Ich bin bereit dafür.
Doch bitte, lass keine Schlucht auf mich warten.

Ich weiß nicht, ob ich das schaff'.