Mittwoch, 30. Dezember 2015

Kapitel 365 von 356...

Es war 01:48 als ich diesen Blogeintrag zu schreiben begann.
Dies ist das letzte Kapitel des Jahres 2015.
Es ist verrückt.
Ich weiß ich sag das jedes Jahr aufs Neue, aber wohin ist nun wieder die Zeit entschwunden? Ich fass' es nicht.
Nun liege ich in meinem Bett und sehe auf das Jahr zurück. Wie viel hat sich nur in der Zeit getan?

In diesem Jahr habe ich an eine grandiösen Theateraufführung mitwirken dürfen, ich habe zum ersten Mal ein Solo vor einem größerem Publikum gesungen, habe mich als Choreographin ausprobieren dürfen und bin bei der Konzertnacht aufgetreten.
Ich wurde zum ersten Mal geküsst und... verlor mein Herz an jemand anderen.
Zu meinen Freunden habe ich eine so innige Beziehung wie noch nie. Ich war in Prag und hatte die schönste Zeit, eine Woche Ostsee und ein Wochenende im Tropical Island.
Ich habe meine Volljährigkeit erlangt und hatte meine erste Geburtstagsfeier im Leben mit den Menschen, die mir die Welt bedeuten.
Ich bin in meine erste 'eigene' Wohnung gezogen (noch im selben Haus, noch in der selben Einrichting der Arbeiterwohlfahrt).
Ich habe meine einjährige Therapie beendet. Ich darf dank der Begabtenförderung einen Kunstkurs besuchen... Habe jedoch so unglaublich wenig gemalt.

2015 war ein gutes Jahr. Ich kann mich Wirklich nicht erinnern schon einmal so viele Glücksmomente in dieser Zeit erlebt zu haben. Und daher war ich so lange hier weg gewesen. Ich hatte den schönsten und längsten Sommer meines Lebens.

Und doch...
Habe ich nochimmer Bulimie und sowohl meine Therapeutin als auch meine Bezugsperson dahingehend angelogen, um nicht mehr zur Therapie zu müssen und in die Wohnung zu dürfen. Vergib mir...
Ich habe Unmengen an Geld ausgegenen, für Essen. Vergib mir...
Ich habe Versprechungen nicht halten können und bin nachlässig geworden. Vergib mir...
Ich komme nochimmer nicht auf meine Gefühle klar und kann mich Menschen auch nicht vollends anvertrauen, auch meinen liebsten nicht. Vergib mir...
Das schlimmste jedoch ist, dass ich viel zu oft nicht ehrlich war. Nicht meinen Bezugspersonen gegenüber, nicht meinen Freunden gegenüber, nicht mir gegenüber.

2016 wird ein entscheidendes Jahr in meinem Leben werden. Ich werde die Prüfungen absolvieren müssen, werde mein Abitur machen, mich an Hochschulen und Unis und für FSJ-Plätze bewerben, wegziehen, ins Erwachsenenleben einsteigen...
2016 wird ein Jahr der Veränderungen werden. Und ich weiß, ich kann es nur meistern, wenn ich es schaffe mein Leben zu ordnen, mich zusammen zureißen und den Blick für den Weg nicht zu verlieren.
Nur wenn ich es schaffe, los zulassen und den Blick für den rechten Weg nicht zu verlieren...
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Ein paar meiner Freunde werden heute noch zu mir kommen und zusammen gestalten wir einen ruhigen aber lustigen Start ins Neue Jahr. Ich freu mich auf heute, aber morgen beginnt der Ernst.
Euch allen wünsche ich einen sehr sehr Guten Start ins Jahr 2016, viel Mut, Kraft und Zuversicht, um eure Ziele und Wünsche zu erfüllen, sowie Glück, Segen und Erfolg, für euren weiteren Lebensweg.
Nur wir selbst können unser Leben ins Gute wandeln. Also lasst es uns in die Hand nehmen. Auf das 2016 unser Jahr wird ❤

Montag, 28. Dezember 2015

She'd had enough

One day you see a strange little girl look at you
One day you see a strange little girl feeling blue

She didn't know how to live in a town that was rough
It didn't take long before she knew she'd had enough
Walking home in her wrapped up world
She survived but she's feeling old

— The Stranglers, Strange Little Girl

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Was ist nur wieder los mit mir?
Seh nun mehr nur noch dunkeldrau.
Spür der Sonne Wärme nicht
Finde nirgends Freude mehr. 

Hab keine Kraft, um aufzustehen

Oder gar vor die Tür zu gehen. 

Bin unendlich müde und verträumt. 

Ohne Antrieb. 

Ohne Sinn.

Sag denkst du eigentlich auch an mich?
Gelegentlich?
Es zerreist mich innerlich,
Zu wissen,
Dass du wirst nie sein mein
Und ich niemals dein.
...
Hätte heute einfach im Bett bleiben sollen. Mal wieder nichts geschafft.
Werde morgen spontan in der Eisdiele gebraucht. Die Ablenkung kommt gelegen und Geld brauch ich grad auch dringend.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Another drink just to pass the time

And I'm gonna be free and I'm gonna be fine
But maybe not tonight...

Weihnachten war kürzer als erhofft.
Wie gern wäre ich einen Tag länger geblieben. Wenigstens nur einen...

Aber nun liege ich hier, allein im großem Bett und bekomme wie fast jede Nacht kein Auge zu.
Und die Gedanken nehmen ihren Lauf.
Habe heute mit niemanden gesprochen.
Und auch nicht geschrieben. Hab einfach mein Handy links liegen lassen.
Ich musste heute mal unereichbar sein.

It's a different kind of danger
And my fears are spinning 'round

Sind es wirklich nur die kurzen Tage und das fehlende Licht?
Wann hört es auf? Wann wach ich endlich aus diesem Tag(alb)traum auf?

Never knew I was a dancer
'Till Delilah showed me how

Samstag, 17. Januar 2015

Pure Demotivation

15.01.2015
Tag der offenen Hochschulen.

Es war für jeden eine Pflichtverantstaltung, keine Schule, aber dafür einmal einen Tag an einer Uni erleben. Naja zumindest ist dies das Konzept dieses Tages.
Ich hatte mich eigentlich schon ziemlich drauf gefreut gehabt. Einen Tag Dresden, einen Tag mal in den Studentenalltag hinein schauen, sollte einem die schwere Entscheidung über den späteren Lebensweg doch erleichtern. Die Entscheidung, die einem solche Bauchschmerzen bereitet.

Aber an sich, war es ein Desaster.

Vermutlich war es einfach Pech, hatte mir die falsche Schule rausgesucht. An sich wieder Glück im Unglück. Denn so wird man nicht erst erschlagen, nachdem man sich bereits beworben hatte, denn die Schule stand ja wirklich auf meiner Liste.

Ich möchte jetzt auch nicht zu sehr ins Detail gehen. Es hatte schlecht angefangen und ging noch schlimmer weiter. Aber der Höhepunkt kam dann auch zum Schluss. So schlecht gemacht, wurde ich tatsächlich in meinem ganzen Leben noch nicht. Und ich musste mir schon viel anhören. Mir ist ja bewusst, dass ich noch lange nicht so gut bin, wie ich es sein könnte. Aber ich bin doch auch erst 17. Und Kritik nehme ich immer gerne an. Ich möchte doch wissen, was ich noch besser machen muss.

Doch wenn man all das was sie über meine Arbeiten gesagt hat zusammenfasst, so heißt es:
"Also um ehrlich zu sein, hast du in der Branche nichts zusuchen, du einfältiges Ding" 

-Autsch-

Schlauer als vorher bin ich nicht.
Nur unglaublich verunsichert.

"Willst du das wirklich? Denn das Zeug dazu hast du wohl nicht"
Frag mich das nicht. Ich zweifle an mir jeden Tag aufs Neue.

Ich war früh gegangen. Halb 12. Ich hatte zumindest noch einen Tag in Dresden.

Manchmal ist es schon ziemlich krass wie schnell man aus der Bahn geworfen werden kann. Ich war mir bereits so sicher, dass es das ist was ich machen will. Aber ich bin so schnell aus der Bahn werfbar. Viel zu schnell. Es hat mich ins Schwanken gebracht, Jetzt bloß nicht aus der Spur fallen... 
So ist nun mal das Leben. Es gibt immer Gegner, Menschen, die einen nicht respektieren wollen, einen nicht akzeptieren wollen, Menschen, die versuchen sich über dich zu stellen und dich schlecht machen. Egel in welchen Gebiet. Sei es wegen deiner Haare oder deiner Figur, sei es wegen deinem Glauben oder deiner Meinung, sei es weil ihnen nicht passt was du magst und machst oder gar wegen deiner Persönlichkeit.  Aber wegen einer negativen Erfahrung, darf man doch nicht alles über Bord werfen. Das ist doch nicht das Ende.

Geh deinen Weg, wenn du ihn für richtig hältst.
Kämpfe wenn es sein muss.
Lass dich niemals kleiner machen als du bist. Denn du bist auch etwas wert.
Glaube an dein Können und habe Vertrauen in dich.
Was andere über dich denken, ist doch egal.

Es ist dein Leben, mit deinem Weg und deinen Entscheidungen. 

Mittwoch, 14. Januar 2015

Midnight thoughts

Mir entgleiten die Dinge einmal mehr.
Was war mit den Zielen, die ich mir setzte?
Den Hoffnungen?
Und Träumen?

Verliere sie nicht aus den Augen,
denn sie sind alles was du hast.
Vergiss das nicht.
Oh bitte vergiss das nicht.

Da ist ein Loch in meinem Herzen,
so unergründlich und tief.
Etwas fehlt mir, nur ich versteh nicht genau was.
Ein fehlendes Puzzleteil meiner Geschichte
meiner Selbst.
Ich versuche es zu stopfen.
Jeden Tag einmal mehr.
Doch egal wie viel ich in mich hinein stopfe.
Das Loch bleibt leer.

Denn es hilft nicht, denn es bringt nichts
zu stopfen und zu stopfen.
Denn es ist nicht das was fehlt.
Und es kann kein Ersatz sein.

Es zerreist mich

einmal mehr


Treibt's mich in den Wahn?

Ich bin nicht die, die ich sein will.
Und auch nicht die, die ich vorgebe zu sein.
Schon gar nicht die, die man glaubt, die ich sei.

Wer bin ich eigentlich und wo will ich hin?

Die Zukunft, so unklar, gibt mir keinen Halt.
Halt den ich brauche und den ich suche.
Keinen Schutz vor dem Fall.
Ins Ungewisse.

Gott kann mir nicht helfen.
Niemand kann das.
Denn mein Feind bin ich und der härteste noch dazu.

Es wird Zeit, dass ich mich änder.

Denn ich bin nicht die, die ich sein will.
Und auch nicht die, die ich vorgebe zu sein.
Doch schon gar nicht die, die man glaubt, die ich sei.

Das Dunkel umfängt mich.
Doch da ist noch Licht.

Verstehen musst du mich nicht.
Das tue ich nicht einmal selbst.

X

Ich denke, es ist wieder eine gute Zeit gekommen, um erneut zu schreiben zu beginnen.
Etwas hat gefehlt.
Nein, es ist schon längst nötig gewesen, dringend nötig. 

Gründe meiner Abwesenheit gibt es zuhauf.
Zu viele, um sie näher zu erläutern.
Vermutlich der Erläuterung nicht einmal wert.