Freitag, 31. Januar 2014

» XI - Warum sich auch sorgen?

Sie ist wieder daheim. Alles okay, sagen sie.
Vielleicht hätte ich gar nicht erst nach dem Grund ihres Krankenhausaufenthaltes fragen sollen.
Vielleicht hätten wir einfach weiter machen sollen wie bisher.
Fremde, die zufällig unter ein und demselben Dach wohnen.
Warum so genervt? Warum so entgeistert?
Ich bin doch nur ihre Tochter.
Ich hätte ihr so gerne ins Gesicht geschrien, was für Sorgen ich mir gemacht hatte, dass ich mir die Augen ausgeheult und unglaubliche Angst hatte. Angst. Um sie.
Mir war es nicht egal.
Und vielleicht war das der Fehler.
Aber natürlich habe ich nichts gesagt. Ich konnte nicht.

Ich hab die letzten zwei Tage zu Hause verbracht. War das erste mal in meinem Leben krank geschrieben. Ich sollte mich ausruhen, hatte die Ärztin gesagt. Ich war tatsächlich beim Arzt. vor Montag, meinem eigentlichen Termin.
So richtig krank war ich überhaupt nicht. Aber ich war emotional so aufgewühlt gewesen, ich hätte es in der Schule wahrscheinlich gar nicht ausgehalten.
Aber davon sage ich natürlich nichts.

Ausruhen. Damit war leider nicht viel. Meine Schwestern hatten zu viel Stress gemacht.
Warum können sie mich nicht einfach raushalten. Ich bin ihnen egal und von dem ganzen Zeug will ich überhaupt nichts wissen. Warum müssen diese Streitereien auf mich abgewälzt werden. Ich habe ihnen gesagt, dass es mich fertig macht. Ich habe es ihnen GESAGT.
Habe nichts mit ihnen gemeinsam und nichts mit ihnen zu tun.
BITTE
Lasst mich gehen.

Und das einzigste was mich aufmuntert und mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, ist mein fallendes Gewicht.
Neustes Tief von Gestern: 53.2. Ich konnte es gar nicht glauben, stieg wieder und wieder auf die Waage. Wie konnte ich über Nacht ganze 800g verlieren? Warum klappt das auf einmal so gut.
Heute waren es dann wieder 53.8, aber egal, hab mich auch nachmittags gewogen.
Und morgen bin ich wieder viel unterwegs.
Aber ganz möchte ich dem Schein noch nicht trauen.

Mittwoch, 29. Januar 2014

» X

Er kommt rein.
"Kannst du mir bitte einmal helfen?"
"Bei was?"
"Ich weiß nicht wo deiner Mutter ihre Sachen sind"
"Wieso?"
"Sie liegt im Krankenhaus" 
Sie ist zusammen gebrochen. Einfach so. Keine Infos. Niemand weiß warum.
Überfordert.
Intensivstation.
 "Okay versucht am besten etwas zu schlafen. Morgen wisst ihr mehr." 
Natürlich.
Geh hoch. Sperr zu. Weine.
Beruhig mich. Musik ganz laut. Male.
Alles beim alten.

Montag, 27. Januar 2014

»IX - Manchmal muss man über seinen Schatten springen können

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie lange es her ist, dass ich normal geschlafen habe. Letzte Nacht verbrachte ich schlaflos, genau wie die Nacht davor. Lag in meinem Bett und dachte und dachte und dachte. Und mein Organismus macht nicht mal eine durchgemachte Nacht mehr mit und dementsprechend ging es mir heute auch.
Ich stand vollkommen neben der Spur, habe dem Unterricht nur schwer folgen können und nach der siebten bekam ich auch noch Herzrasen und total zittrig, sodass ich mich für den Airbrush-Kurs entschuldigen musste.
Ich habe einer Freundin versprochen zum Arzt zu gehen. "So lange wie das bei dir schon so geht, sind die Ursachen bestimmt schon physisch..."
Das ist durchaus möglich. Ich schraube sogar meine Jahresarbeit über Schlafstörungen und je mehr ich mich damit auseinander setzte, umso mehr wird mir bewusst, dass es bei schon ernst geworden ist.

Es belastet mich zur Zeit wirklich sehr.
Und wahrscheinlich bin ich auch selbst schuld daran oder zumindest mittlerweile.
Ich mache meinen Körper kaputt.
Ich habe soviel gelesen und weiß doch wie wichtig zum Beispiel bestimmte Vitamine für unseren Wach-Schlaf-Rhythmus sind. Und wo sollen die her kommen, bei meiner Ernährung...
Ich habe einmal gelesen, dass man an dem Verlust der Mineralstoffe, der durch das Erbrechen hervorgerufen wird, sterben kann.
Ich mache mich k a p u t t

Ich habe solche Angst vor Ärzten. Ich habe keine Ahnung warum. Meine letzte Impfung liegt Jahre zurück und ich habe mich immer gescheut. Das klingt vielleicht jetzt total bescheuert, aber ich bin viermal um das Gebäude herumgelaufen, bevor ich mich endlich getraut habe, es zu betreten. Vor der Tür hielt ich noch einmal inne und holte tief Luft, dachte, eigentlich willst du das gar nicht, du weißt woran es liegt, geh rein und es kommt raus, was soll es bringen, am Ende geben sie dir nur Schlaftabletten, bitte gebt mir keine Schlaftabletten.
Aber ich konnte mich überwinden und habe jetzt einen - Termin.

"Ist es sehr dringend? Vielleicht kann Sie diese Woche noch einschieben"
"Nein, nein.. Es hat Zeit"

Am 3.2. Was soll ich meiner Ärztin erzählen? ._.
___________________________________________

Ich habe heute auch viel zu viel gegessen, mein Bauch ist soo... voll. Aber ich versuche mich abzulenken. Ich mein, ich habe nichts gegessen, weshalb ich mich schlecht fühlen sollte. Eine Banane, einen Apfel, Vollkornbrötchen mit Magarine und Salat, ein Paar alte Vollkornkekse, gekochten Blumenkohl und vorhin eine Tomate. Ein vollkommen grüner Tag. Ich würde mich nicht so schlecht fühlen, hätte ich es über den Tag verteilt gegessen. Wohl zu wenig getrunken.
Tu dir endlich mal was Gutes
Tu dir endlich mal GUTES.
Sport habe ich heute auch ausgelassen.

54.6 waren es heute nach der Schule.
Die sind jetzt weg, aber das ist nicht schlimm.
Heute nicht.

XOXO
xAurora

Sonntag, 26. Januar 2014

»VIII - Etwas Ehrlichkeit

Du hattest gesagt, du würdest mit mir reden.
Du hattest gesagt, du würdest mir zuhören.
Du hattest gesagt, du würdest mir helfen.

Du sagst, ich wär dir nicht egal.

Du sagtest, es würde sich ändern.
Du sagtest, es täte dir leid.
Du sagtest, du hättest mich lieb.

Und fast hätte ich dir geglaubt.

Ich weiß nicht warum ich mir noch immer Hoffnungen mache,
obwohl ich doch weiß, dass ich enttäuscht werden würde.
Ich weiß nicht warum ich noch immer deinen Worten Glauben schenken mag,
obwohl ich weiß das jedes einzelne eine Lüge birgt.
Und ich weiß wirklich nicht, warum es mir immer noch so weh tut.

Du weißt es nicht und nichts wird sich ändern. Denn sagen kann ich es dir nicht. Sagen kann ich nichts. Es frisst mich auf und du weißt es nicht und du siehst es nicht und es interessiert dich nicht.
Denn alles, was du je zu mir sagtest, war eine Lüge.
Und alles, was ich je von dir wollte, war etwas Ehrlichkeit.

Samstag, 25. Januar 2014

»VII - 3 Tage


3 Tage habe ich es geschafft. Und länger nicht? 
3 Tage war ich stark. Und dann so schwach? 
3 verdammte Tage nur habe ich durchgehalten. Und dann war alles wie immer? 

Es fing eigentlich bereits Donnerstag Nachmittag an
Ich hatte meine Mutter darum gebeten gehabt, das nächste Mal, wenn sie einkaufen geht vielleicht auch mal etwas für mich mitzubringen. Obst. Gemüse. Etwas, dass ich essen kann. Ohne Bedenken.
Ich erzähle ihr seit Monaten. Ich bin Vegetarier. Wer keine toten Tiere sehen kann, der isst auch kein Fleisch. Habe ihr gesagt, dass ich mich seit Wochen von Brot mit Magerine ernähre.
Der Kühlschrank = voll mit. Wurst.
Danke Mum. Danke, dass du es mir so leicht machst. Zu. H U N G E R N

Warum hungere ich auch? Ich hätte essen können, essen dürfen. Am Freitag. A. hatte sich bei TS. solche Mühe gemacht, hatte es mir mehrmals angeboten. Ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen. Seit Donnerstag Nachmittag nicht.
Doch ich hatte abgelehnt. Fühlte mich so gut. Ich habe V E R Z I C H T E T.
N E I N, gesagt. Einmal Nein gesagt.
Ich war so müde, kam um Acht nach Hause, stand kurz vor einem Tränenausbruch. Warum, mir ging es. Gut? sah den Berg an Zeitungen, der noch sortiert werden wollte. War so. Allein.
Laune < tiefer als tief
Bis um 12 habe ich die Zeitungen sortiert, und geweint. Warum habe ich geweint?

Heute früh konnte ich dann nicht mehr. Kein Wunder. 
Mir tat alles weh, kaum aufgestanden, erstmal geweint. wollte schlafen oder sterben, beides gibt sich nicht viel.
Warum? 
Draußen war es so kalt, so verdammt kalt. 4 Stunden war ich da draußen gewesen. Eingefroren, zittrig,  hungrig und schwach.
Also habe ich gegessen. Endlich gegessen. Viel zu viel gegessen.
Und dann. Im Gefrierschrank hier oben fand ich ganz hintern versteckt.. Vanilleeis.  Hier wird nämlich versteckt, vieles versteckt, Essen versteckt. 2 liter. Viel hatte nicht gefehlt. Jetzt ist es leer. Verschwunden. Im Abfluss. Roggenbrot und Vanilleeis und Magerine. Bis die Magensäure mit hoch kam.
Und. Es hatte sich. Gut. angefühlt.
Warum?
ICH  WILL DAS NICHT!
WARUM MACH ICH DAS?!

Gleich danach ganz viel Sport gemacht. Musste mich bewegen. Wieder auf andere Gedanken kommen. Der Hinterkopf voll mit unerledigten Aufgaben.
War so müde. Alles tat mir weh. Den ganzen Tag. Kein Wunder.

54.5 -habe jetzt bestimmt wieder zugenommen-

Mittwoch, 22. Januar 2014

»VI - It's getting colder


8.22 Uhr
Schrecke aus dem Schlaf, glaube es sei Samstag, die Realität trifft mich.
Ich komme zu spät. Ganze zwei Stunden. Zu Spät. 
"Na auch ausgeschlafen?", fragen sie lächelnd, als ich das Zimmer betrete.

_________

-"Fühlst du dich eigentlich gestresst?"

Ich habe die ganze letzte Woche lang kaum ein Auge zugetan, ich kann nicht aufhören darüber nach zu denken, was ich noch alles tun muss, ich habe die ganze Zeit Angst davor, ich könnte etwas vergessen haben, ich könnte es nicht schaffen, jede Nacht quälen mich die Gedanken über die Zukunft, meine Zukunft.
-"Schule ist manchmal etwas stressig, mit den ganzen Hausaufgaben, Arbeiten und so, aber ansonsten geht's."
________________

Ich bin kam in der Lage den heutigen tag zu bewerten, war er gut, war er schlecht?
Heute hat es endlich einmal geschneit, ich habe mich richtig gefreut und das, obwohl ich Schnee und Kälte eigentlich verabscheue. Mir ist immer kalt, dann muss es doch nicht auch noch draußen kalt sein.
Doch nach so langer Zeit das Städtchen wieder in einer dünnen Denke aus weißen Eiskristallen zu betrachten, machte mich heute ganz schwärmerisch. 


Ich war viel unterwegs gewesen. Ich mag Tage an denen ich nicht so lange in meinem Zimmer hocken muss. Ich hasse das das. Dies hier ist kein Zuhause für mich. Doch heute kam ich erst halb 6 nach Hause, passt

Kaum in meinem Zimmer drehte ich die Musik auf, nahm mir gleich mein Seil und sprang nach langem einmal wieder 30min am Stück und hängte ein paar SitUps, Kniebeugen etc hinten ran, da ich noch nicht fertig genug war. Schön sich einmal wieder richtig auszupowern, da fühlt man sich richtig gut, aber vor allem musst ich mich ablenken. Ich habe gegessen, nicht sonderlich viel, nach Berechnung knapp 450 kcal, aber fühle mich satt, vollgefressen, richtig satt.

Kotzfreier Tag nr. 1 - GESCHAFFT 

Ich habe mich heute bewusst nicht gewogen, vielleicht auch besser so, eigentlich nicht, doch schon gut so.

XOXO
xAurora

Dienstag, 21. Januar 2014

»V - Du willst es? Ja! Nein! Vielleicht!?!


Ich wäre heute in der Schule beinahe in Tränen ausgebrochen. Nur beinahe, konnte es zurückhalten, verstecken. Was bin ich froh. 
Ich hatte mir für dieses Schuljahr geschworen gehabt, nicht in der Schule zu weinen. Kein einzigstes Mal, welches ich bisher in den vergangenen Jahren noch nie geschafft hatte.
Der Anlass? Ganz klar: Enttäuschung, die Enttäuschung über mich selbst, dem Den-Eigenen-Ansprüchen-Nicht-Gerecht-Kommen-Können, das eigene Versagen
Wenigstens konnte ich heute meinen Vertrag als Zeitungsausträgerin verlängern, etwas positives. Ich hatte schon wirklich Angst gehabt ich könnte es doch nicht weiter machen. Ich brauche das Geld. Taschengeld gibt es keines, nicht für mich, hatte mich daran gewöhnt gehabt am Anfang des Monats wenigstens etwas zu bekommen. Das gab mir Sicherheit, ich konnte planen und investieren, aber vor allem gab es mir auch ein Gefühl der Eigenständigkeit, dem Nicht-Angewiesen-Seins. So wichtig im Leben, irgendwo zwischen Arbeit und HartzIV, was bin ich es leid.  


Darauf gleich einmal eine FA. Dabei lief es am Montag so gut. SO GUT. Ich hatte 3 dünne Scheiben Zwiebelbrot mit halbfett Magerine, 3 aufgeschwätzte Stücken Schockette gegessen (Ich weiß, sie hat es nur gut gemeint), einen Moccachino (150ml) aus dem Automaten, eine Tasse schwarzen Kaffee (200 ml) und ansonsten nur grünen Tee und Wasser getrunken.

Und dann heute Nachmittag, wollte ich es nicht anders machen. Ich hatte mir wieder eine Scheibe Brot mit Magerine und dazu ein Ei (ohne Eigelb, dass ich gewürzt in der Mikrowelle zum gerinnen gebracht hatte) gemacht gehabt. Aber dann sah ich die Reste in den Topf Nudeln mit Tomatensouce, den meine Mutter für ihren Lover und meine kleine Schwester zum Mittag gemacht hatte. Eine Nudel, man darf mal kosten, zwei Nudeln, sind schon drinnen, dann, DEN GANZEN REST. Und ich konnte mich nicht mehr bremsen, versuchte, scheiterte, schlang einfach alles was sich finden ließ in mich hinein. NOCH SCHNELLER, WARUM ERST KAUEN?!? - Ich platze - Jetzt behalte es auch drinnen, du eklige Kuh!- Ich kann nicht! - Du musst! - Ich werd' noch fetter! - DU MUSSTE! - ICH KANN'S NICHT!
An sich kann meine Zahnbürste nicht mehr Zahnbürste nennen...

Ich will abnehmen. Ja.
Aber nicht mehr speien. Nie wieder.
Ich brauche wieder mehr Disziplin, mehr Selbstbeherrschung. Wo ist sie hin?
Warum mach ich das?
Ich muss mehr Sport machen. Auf jeden Fall.
Aber nicht so viel essen. Unter gar keinen Umständen.
Ich darf den Mut nicht verlieren und muss weiter an meine Ziele halten. Sonst schaff ich nie etwas.


Ab heute zähle ich die Tage, an denen ich nicht speie.
Neue Pläne müssen her, neue Regeln.

54.7 kg


XOXO
xAurora

(Eine bereits etwas ältere Zeichnung von mir - noch immer der selbe Trott-)

Sonntag, 19. Januar 2014

»IV-Abschied nehmen

Es gibt viele Dinge für die ich bereits sowas wie ein Ritual entwickelt habe.  Zum Beispiel frühs aufzustehen. Ich stehe immer mit beiden Beinen gleichzeitig auf, dann gehe ich immer zuerst ins Bad und dann schaue ich immer nach den Vögeln. Ich brauche diesen kleinen Fix am Morgen. Sie bedeuten mir sehr viel, sind es doch die einzigen, die sich freuen wenn ich nach Hause komme, mir Gesellschaft leisten, wenn ich mich einsam fühle und mich mit ihrer Art aufmuntern, wenn ich traurig bin.
Ich habe zwei Nymphen, zwei Zebrafinken, einen Singsittisch, einen Barabandsittisch und zwei Wellensittische, oder hatte. Denn heute früh musste ich einen meiner Schützlinge tot auffinden. Wir hatten sie von einer Freundin aufgenommen, daher wusste ich nicht wie alt sie geworden ist. Panisch hatte ich versucht mich zu erinnern, wann sie zu uns kam, konnte es nicht, machte mir Vorwürfe, weil ich diejenige bin, die sich hier allein um die Vögel kümmert.
Was hatte ich falsch gemacht? 
Warum hatte ich es nicht bemerkt, wenn sie denn krank war?
Es ist meine Schuld.
Ich ließ die anderen aus den Käfigen, legte ihren starren zusammengefallenen Körper behutsam in einen Karton, reinigte den Käfig, sagte meiner Mutter bescheid:
"Naja das Viech wäre ohnehin früher oder später gestorben, was machst du da so ein Theater drum, jetzt hör auf zu weinen"
Tut mir leid, dass es mich mitgenommen hatte, tut mir leid, wenn mir das Viech so viel bedeutet hatte.
Mit einem halb verrosteten Spaten versuchte ich in der Kälte in die angefrorene Erde im Hof ein Loch zu schaufeln. Zu viel tam tam, meinte meine Mutter, wozu denn eine Beerdigung? Tut mir leid, dass ich so verletzlich bin.
Das Loch war gerade tief genug, um den Karton hinein zu legen.
Vielleicht hatte ich überreagiert. Aber vielleicht konnte sie nicht verstehen,  wie sehr ich an ihnen hänge und wie sehr mich der Gedanke, ich könnte mich nicht gut genug um sie gekümmert haben, quält. Und was ist falsch daran, wenn mir das Leben eines kleinen Geschöpfs so sehr am Herzen liegt. Sollte man Leben nicht schätzen egal wie klein es ist? 
Und Abschied nehmen fällt immer schwer.
Ich bin gerade so aufgewühlt, möchte einfach schlafen, aber die Gedanken surren durch meinen Schädel, so vieles ist heute noch passiert, doch ich habe bereits so viel geschrieben. 
Tut mir wirklich leid, wenn das alles jetzt etwas kindisch klingt, aber ich musste es gerade loswerden und vielleicht kann mich auch jemand verstehen.
-Damit fang ich besser nicht erst an-
XOXO
xAurora

Samstag, 18. Januar 2014

»III Aus der Bahn geworfen..

Wenn sich zu viele stressige Tage aneinander reihen, so scheint es, als würde bei mir oben etwas durchbrennen.
Einerseits bin ich froh die Woche endlich geschafft zu haben.  Immerhin hatte ich kaum Zeit gehabt mich etwas zu erholen, ein stressiger Tag folgte dem nächsten. Andererseits ging auch alles schief.
Nach meiner letzten FA vom Sonntag hatte ich mir vorgenommen gehabt, diese Woche speifrei zu bleiben. Mit Selbstbeherrschung endlich los kommen. Montag meine letzte Mahlzeit zu mir genommen und ansonsten hatte ich gehungert. 
Nicht, weil ich erhoffte so am besten noch mehr Gewicht zu verlieren, sondern weil ich fürchtete eine Mahlzeit könnte in ener FA enden oder ich  wieder an Gewicht zunehmen. Dass das nicht lange hätte gut gehen können, war klar gewesen. Denn ich bin so leicht aus der Bahn werfbar. Warum bin ich so leicht aus der Bahn werfbar?
Donnerstag nach der Schule war mir mein Vater in der Stadt entgegen gekommen. -Meine Eltern haben sich Gott sei dank vor ein paar Monaten endlich getrennt. Er wohnt jetzt weiter weg und er war zwei Monate wegesperrt gewesen, doch seit ein paar Tagen ist er wieder da- Ich hoffte, er würde einfach an mir vorbei laufen, mich nicht sehen, mich nicht kennen wollen, aber das wäre auch zu schön gewesen. Natürlich musste er mir absprechen, natürlich musste er mir Vorwürfe machen, natürlich musste er mir Dinge an den Kopf werfen, mit denen ich einfach nicht umzugehen weiß.
Und niemand war da als ich Heim kam, nichts konnte mich ablenken und da fing ich an zu essen. Viel zu viel, in zu kurzer Zeit. Hallo Toilette ._. Aussetzer hoch 10...
Freitag war nicht besser, aber immerhin war TS gewesen. Es ist spitze wenn man wenigsten am Ende der Woche noch etwas hat auf das man sich freuen kann, wo man mit Freunden zusammen sitzt und einem etwas vom der Last, die man mit sich trägt,  abfällt...
54,7
Nur nicht den Mut verlieren.
XOXO
xAurora

Montag, 13. Januar 2014

»II - S C H L A F L O S

Und wieder einer dieser Tage, einer dieser Tage an denen nichts klappt. -oder wenig-
Welch Glück ich zuhaben scheine, so nah an der Schule zu wohnen.  Verschlafen hatte ich, verschlafen, mal wieder. Wie oft wäre ich bereits zu spät gekommen, läge die Schule weiter als 5min von hier. UND davor habe ich ja so große Angst... vor dem Zuspätkommen.
Heute war Klassenkonferenz gewesen und unsere Klassenlehrerin hatte uns einen Zettel dafür schreiben lassen, darüber was wir über unsere persönlichen Leistungen denken, über unsere  schulischen Ziele und warum wir uns für welchen Leistungskurs entschieden haben. Ich hatte zuerst gedacht die Sache bliebe anonym, habe geschrieben und geschrieben und geschrieben. ALLES was mir durch den Kopf ging. Zu viel, viel zu viel. Zu viel über mich... und dann musste der Name drauf.
Ich hoffe sehr, sie spricht mich nicht darauf an. Ich wüsste einfach nicht was ich dazu sagen sollte, bin mit solchen Konfrontationen viel zu schnell viel zu überfordert.  Möchte weinen, jetzt, hier.
Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanke. Zu viel Melantonin zirkulierten in meinem Blut, macht nachdenklich und traurig, doch ist noch zu wenig, um mich zum Schlafen zu bringen. Morgen komme ich bestimmt zu spät.
Ich habe vor zwei Stunden etwa ein Brötchen ohne alles, eine Scheibe Toast ohne alles und zwei in der Mikrowelle gemachte "Tasseneier" gegessen und drinnen behalten. Fühle mich schwer und aufgedunsen,  aber ich bin stolz es nicht getan zu haben. So muss es weiter gehen.
55.4 kg qwq

Sonntag, 12. Januar 2014

» I - Und es war einer dieser Sonntage...

...einer diese verflixten Sonntage.
Schon allein sein Anfang hatte erahnen lassen, dass aus diesem Tag hatte nichts gutes werden können. Ist auch zu blöd zu wissen, eine Eule zu sein und sich dennoch dazu zwingen zu wollen, früh auf zu stehen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Und ich habe so vieles machen wollen, habe so vieles schaffen wollen. Freie Tage will man nutzen.
Carpe Diem and so on.

Nix da. Wozu gibt es eine Schlummerfunktion beim Wecker, wenn man sie nicht auch nutzt? Und aus der Aufstehzeit von um 7 wurde dann mal schnell... um 11.
Der Tag ist noch nicht verloren, dachte ich mir, träge, verschlafen, völlig verkatert, als hätte ich die letzte Nacht durch gefeiert.
Und heute willst du richtig essen, sagte ich mir. Früh, Mittag, Abend. Es ist schon lange Zeit sich endlich zusammen zu reißen.

Nix da. Eine Scheibe Brot. Ein Toast. Die nächste Scheibe. Oh wir.. wir haben sogar noch etwas von den Haferflocken... wie schön. Mehr Brot?
Ich versteh nicht was in meinem Kopf kaputt gegangen sein mag. Das war nichts neues. Es passiert doch fast jeden Tag. Es ist immer das Selbe. Völlig überfressen scheint der Gang ins Bad schon vollkommen automatisiert zu sein. Dann lieber kein Mittag. Und auch kein Abend. Überhaupt nichts mehr. Das habe ich nicht verdient, ich Vollidiot. Der speifreie Tag, damit gestorben.
Der Tag ist noch nicht verloren, dachte ich mir, schwankend, zitternd, den krampfenden Bauch mit den Armen umschlungen. Ich kann heute noch so viel schaffen.

Nix da. Was hatte ich mir gleich noch einmal vorgenommen gehabt? Am Ende blieb die Jahresarbeit doch links liegen. Keine Motivation, kein Antrieb, da weiter zu machen. Ich hab doch noch Zeit. So viele angefangene Bilder. Ich hätte wenigstens an einem weiter arbeiten sollen. Ich muss viel mehr Zeichnen, viel aktiver sein, wenn ich einmal Illustratorin werden möchte. Keine Motivation, kein Antrieb, da weiter zu machen. Heute war solch schönes Wetter gewesen, ich hätte rausgehen können, spazieren, joggen. Ich habe einen Stapel Bücher, der gelesen werden möchte, eine Liste von Liedern, die ich noch auf der Gitarre spielen lernen wollte. Keine Motivation, kein Antrieb, da weiter zu machen, überhaupt etwas zu machen.

Carpe Diem, was hieß das nochmal?

Ich hasse solche Tage, verschwendete Tage, an denen man einfach keinerlei Antrieb findet und sich dann, um diese Zeit herum, so schlecht fühlt, an denen man alle vorgenommen Ziele scheinbar vergisst, oder einfach verdrängt, an denen nichts klappen mag, an denen man einfach im Bett hätte liegen bleiben und schlafen sollen.
Insofern man schlafen kann.


Wenigstens diesen Eintrag habe ich geschafft. Schreiben ist schön. Mal die Gedanken, die im Kopf kreisen los zu werden. Einen Grund sich etwas, ein klein wenig besser zu fühlen. Ich hoffe dann auch, nächstes Wochenende meinen Blog etwas schöner gestalten zu können, ihn überhaupt gestalten zu können. Ich gestalte gerne. Seiten, Beschreibungen hinzufügen, alles noch in der Entwicklung hier.(Ich schrieb dies hier über mein Handy. Die Internetzeiten am PC sind dank Internet-Stick und Datenvolumen begrenzt. Weshalb, darüber vielleicht ein andern Mal.) Ich muss mich noch für die Schule morgen vorbereiten, bin müde und hungrig, hungrig schläft's sich am besten.

55.2 kg, fühle mich nutzlos und fett.
Wie war das noch gleich mit den Neujahrsvorsetzen?



xAurora

Freitag, 10. Januar 2014

•[PROLOG]•》the only thing i know

... i don't sleep at night.
Mir schwirrte bereits des längerem die wage Idee durch den Kopf einen neuen Blog zu erstellen.
Ich war mir nicht sicher darüber gewesen, wohin er führen sollte und um genau zu sein weiß ich es jetzt auch noch nicht.
Also sehen wir dies hier als einen Art Test, als Experiment, dessen Ausgang noch völlig unklar ist und schauen vohin es mich bringen mag.
Dieser Blog soll Motivation und Inspiration, doch zugleich auch ein Ort meiner Gedanken sein, meiner Hoffnungen und Träume und meiner Ängste. Ein Ort an dem ich völlig ehrlich und unverblümt sein kann, mich nicht verstellen muss. Hier soll endlich alles offenbart werden, das ich mich sonst nie traue laut auszusprechen. Ohne der Furcht missverstanden und verurteilt zu werden, soll dieser Blog mir eine Möglichkeit bieten, mich endlich zu öffnen und mir ein wenig Seelenfrieden wieder zu bringen.
Und so nutze ich die Gunst dieser schlaflosen Nacht. Auf das dieser Blog dabei helfen mag, eine geschundene Seele zu heilen.
-oder sie völlig zu zerstören-
Ich bin
Aurora
XOXO