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Dienstag, 18. März 2014

49.9 - Zeit für... Veränderungen


Das Wochenende war wundervoll gewesen. Es war schön einmal wieder hier heraus zukommen und ich bin so unglaublich erleichtert, dass ich mich mit C., die Internet Freundin, die mich extra für die LBM aus dem Saarland besuchen kam, so gut verstanden habe. 
Ich hatte die Möglichkeit einem meiner größten Zeichenidole meine Bilder zu zeigen... und er sagte, er fände sie wundervoll, dass sie voller Emotion stecken würden und dass ich einen fantastischen Stil hätte. Ich hätte sterben können vor Freude. Am Ende hatte er sich von meinen Drucken, die ich ebenfalls dabei hatte gleich ganze drei Stück herausgesucht. Ich kann kaum beschreiben wie überglücklich ich war. 

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An guten Erinnerungen gilt es zu halten. Lass sie nicht los. Es gibt Momente im Leben, die das Leben wirklich lebenswert machen. Lass die Schattenseiten niemals die Lichtpunkte überdecken und erinnere dich in schweren Zeiten an all das Gute, Mutmachende. 
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Ich war heute bereits zum zweiten Mal bei unserer Vertrauenslehrerin gewesen. Das erste Mal am Freitag. Ich weiß, allein schaffe ich es nicht. Alleine schaffe ich es einfach nicht. Ich fühle mich so allein. Die Situation wird mir zu viel. Schule... Arbeit... Zukunftsängste.... der Stress zu Hause.
Es war schwer, aber ich habe mich getraut, mich an sie zu wenden. Ich hatte sie noch nie im Unterricht, aber kenne sie bereits von der Begabtenförderung etc. Sie ist wirklich sehr freundlich und ich denke, ich kann ihr vertrauen. Auch wenn es so schwer ist jemanden zu vertrauen, so muss ich es zumindest ... versuchen.
Ich erzählte ihr von der Situation zu Hause oder zumindest ein Bruchstück vom Ganzen. Nachdem ich mir Donnerstag wieder die Augen wegen all dem hier ausgeweint hatte und meine Mutter einem erneuten Versuch eines Gespräches beleidigend und verletzend aus dem Weg ging, musste ich mich endlich an jemanden wenden.
Reden. Fällt. Schwer. 
Bereits über das Wochenende hat sie sich Gedanken darüber gemacht wie sie mir helfen könnte. Sie sagte, sie würde nichts ohne mein Einverständnis tun. Niemanden anderes etwas von dem was ich sage erzählen. Auch nicht dem Jugendamt.
Reden.Fällt.So.Schwer.
Sie weiß, dass ich noch lange nicht alles erzählt habe. Deshalb treffen wir uns Donnerstag nach der Schule erneut. Ich bin mir unsicher, ob ich nicht etwas los getreten habe, dass ich später bereuen werde. Bitte lass es mich später nicht bereuen.
Denn.Reden.Fällt.So.Unglaublich.Schwer.
Von der ES habe ich ihr natürlich nichts erzählt, erzählen können. Aber sie meinte, dass ich bereits seit längerem aufgefallen war, dass ich stark abgenommen habe. 

"Du bist an einem Punkt angelangt an dem deine seelische Verfassung sich auf dein äußeres auswirkt. Das ist ein Zeichen, dass es bereits brennt. Ich bin froh, dass du nun zu mir gekommen bist. Das zeigt, dass du etwas ändern möchtest. Weißt du wie viel du bereits abgenommen hast? Du wiegst dich nicht so oft oder?"
"Ich weiß nicht genau... Ich glaube vor etwa 'nem halben Jahr hatte ich 8 kilo mehr", sagte ich leise, ganz leise. 
"Das ist ziemlich viel in der Zeit! Siehst du dich überhaupt noch wenn du in den Spiegel siehst?" Sie wirkte so bekümmert.
"Ja schon.."
"Wirklich? Denn du verschwindest. Du bist so schmal geworden, dass von dir kaum noch etwas übrig geblieben ist."

Derweil lachte mir heute die 49.9 entgegen. Ich weiß nicht wann ich zuletzt so viel gewogen hatte. Im Alter von.. 12? Vielleicht. Ob ich mich zu dünn gefühlt habe? Ich könnte niemals behaupten zu dünn zu sein. Stattdessen entsendete mein Gehirn, die Signale mit einem Schlag vermehrt das gute Serotonin durch meine Adern zu jagen. Ein Moment des Hochgefühls, des leicht Fühlens. Doch nicht leicht genug. Aber das ist es ja, nicht wahr? Die Sucht. Niemals genug. Niemals zu dünn. 
Ich will nicht weiter abnehmen. Ich will gesund sein. 
Aber.Ich.Bin.Noch.Nicht.Bereit.Jemanden.Davon.Zu.Erzählen. 
Ich wäre schon erleichtert, wenn sich die Situation Zuhause entspannt. Dann wird es vielleicht auch wieder mit der ES einfacher. Einfacher gegen sie zu kämpfen, wenn nicht alles auf einmal auf einen lastet. 
Oder gibt es da etwa nur einen närrischen Part in mir, der sich an sie klammern will?

Ich bin mir nicht sicher. 
Ich will sie nicht. 
Manchmal brauche ich sie. 
Ich weiß es nicht
Sie macht mich kaputt. 
Halte Durch. 
Bleibe da, noch ein kleines Stück.
STOP!

Donnerstag, 13. März 2014

-X-

Wie schnell ein zuvor so schöner Tag sich schlagartig in das direkte Gegenteil wenden kann.

Ich weiß nicht was ich falsch mache.
Was ich die ganze Zeit wieder und wieder falsch mache.
Sie soll mir endlich sagen, was ich falsch mache.

Denn ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Immer wird die Schuld auf mich abgewälzt. Doch mich hat es auch verletzt. Es hat sich direkt in mein Herz gebohrt, wie ein in Gift getränkter Dolch. Nur weil ich nicht gleich in Tränen ausgebrochen bin? Nun ich war nie gut darin, meine Gefühle zu zeigen.
Ich habe es bis in mein Zimmer geschafft.

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich war nie laut, habe mich nie beschwert. Ich kann noch nicht einmal den Mut aufbringen, jemanden wirklich anzufeinden, geschweige denn zu verletzten, egal wie sehr es doch eigentlich in mir brodelt. Ich kann es nicht.
Sie selbst hatte mir gesagt, wenn mich etwas stört, dann soll ich es sagen.
Und ich habe etwas gesagt.
Und das war falsch.
Ja, vermutlich war genau das mein Fehler.

Und dann habe ich auch noch gesagt, sie soll mich nicht belügen, denn ich weiß, dass sie lügt.
Die ganze Zeit. 
Und die ganze Zeit weiß ich, dass sie nicht die Wahrheit spricht.
Doch ich habe nie diskutiert, diskutieren wollen.

Ich mache es nur richtig, wenn ich still bin wie die Maus im finstersten Loch.
Ich mache es nur richtig, wenn mich keiner sieht, keiner hört als würde ich gar nicht existieren.

Aber ich will das nicht.

Ich will hier weg. Ich will endlich hier weg. Ich war hier nie erwünscht, habe nie dazu gehört, sollte schon längst nicht mehr hier sein.
Was mache ich noch hier?

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Ich habe mich halbwegs beruhigt. So richtig weinen konnte ich auch nie.
Und anstatt zu weinen hätte ich lernen sollen. Nun ist es bereits Viertel vor Neun und ich weiß nicht wie ich das morgen machen soll.

Aber immerhin gibt es etwas, auf dass ich mich morgen freuen kann. Ich werde morgen eine alte Internetfreundin zum ersten Mal treffen. Wir werden am Samstag gemeinsam zur Buchmesse fahren. Darauf hatte ich mich auch heute schon die ganze Zeit gefreut gehabt.
Welch gigantischer Trost, das Wochenende über nicht "Zuhaus" sein zu müssen.

Sonntag, 26. Januar 2014

»VIII - Etwas Ehrlichkeit

Du hattest gesagt, du würdest mit mir reden.
Du hattest gesagt, du würdest mir zuhören.
Du hattest gesagt, du würdest mir helfen.

Du sagst, ich wär dir nicht egal.

Du sagtest, es würde sich ändern.
Du sagtest, es täte dir leid.
Du sagtest, du hättest mich lieb.

Und fast hätte ich dir geglaubt.

Ich weiß nicht warum ich mir noch immer Hoffnungen mache,
obwohl ich doch weiß, dass ich enttäuscht werden würde.
Ich weiß nicht warum ich noch immer deinen Worten Glauben schenken mag,
obwohl ich weiß das jedes einzelne eine Lüge birgt.
Und ich weiß wirklich nicht, warum es mir immer noch so weh tut.

Du weißt es nicht und nichts wird sich ändern. Denn sagen kann ich es dir nicht. Sagen kann ich nichts. Es frisst mich auf und du weißt es nicht und du siehst es nicht und es interessiert dich nicht.
Denn alles, was du je zu mir sagtest, war eine Lüge.
Und alles, was ich je von dir wollte, war etwas Ehrlichkeit.

Samstag, 25. Januar 2014

»VII - 3 Tage


3 Tage habe ich es geschafft. Und länger nicht? 
3 Tage war ich stark. Und dann so schwach? 
3 verdammte Tage nur habe ich durchgehalten. Und dann war alles wie immer? 

Es fing eigentlich bereits Donnerstag Nachmittag an
Ich hatte meine Mutter darum gebeten gehabt, das nächste Mal, wenn sie einkaufen geht vielleicht auch mal etwas für mich mitzubringen. Obst. Gemüse. Etwas, dass ich essen kann. Ohne Bedenken.
Ich erzähle ihr seit Monaten. Ich bin Vegetarier. Wer keine toten Tiere sehen kann, der isst auch kein Fleisch. Habe ihr gesagt, dass ich mich seit Wochen von Brot mit Magerine ernähre.
Der Kühlschrank = voll mit. Wurst.
Danke Mum. Danke, dass du es mir so leicht machst. Zu. H U N G E R N

Warum hungere ich auch? Ich hätte essen können, essen dürfen. Am Freitag. A. hatte sich bei TS. solche Mühe gemacht, hatte es mir mehrmals angeboten. Ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen. Seit Donnerstag Nachmittag nicht.
Doch ich hatte abgelehnt. Fühlte mich so gut. Ich habe V E R Z I C H T E T.
N E I N, gesagt. Einmal Nein gesagt.
Ich war so müde, kam um Acht nach Hause, stand kurz vor einem Tränenausbruch. Warum, mir ging es. Gut? sah den Berg an Zeitungen, der noch sortiert werden wollte. War so. Allein.
Laune < tiefer als tief
Bis um 12 habe ich die Zeitungen sortiert, und geweint. Warum habe ich geweint?

Heute früh konnte ich dann nicht mehr. Kein Wunder. 
Mir tat alles weh, kaum aufgestanden, erstmal geweint. wollte schlafen oder sterben, beides gibt sich nicht viel.
Warum? 
Draußen war es so kalt, so verdammt kalt. 4 Stunden war ich da draußen gewesen. Eingefroren, zittrig,  hungrig und schwach.
Also habe ich gegessen. Endlich gegessen. Viel zu viel gegessen.
Und dann. Im Gefrierschrank hier oben fand ich ganz hintern versteckt.. Vanilleeis.  Hier wird nämlich versteckt, vieles versteckt, Essen versteckt. 2 liter. Viel hatte nicht gefehlt. Jetzt ist es leer. Verschwunden. Im Abfluss. Roggenbrot und Vanilleeis und Magerine. Bis die Magensäure mit hoch kam.
Und. Es hatte sich. Gut. angefühlt.
Warum?
ICH  WILL DAS NICHT!
WARUM MACH ICH DAS?!

Gleich danach ganz viel Sport gemacht. Musste mich bewegen. Wieder auf andere Gedanken kommen. Der Hinterkopf voll mit unerledigten Aufgaben.
War so müde. Alles tat mir weh. Den ganzen Tag. Kein Wunder.

54.5 -habe jetzt bestimmt wieder zugenommen-

Mittwoch, 22. Januar 2014

»VI - It's getting colder


8.22 Uhr
Schrecke aus dem Schlaf, glaube es sei Samstag, die Realität trifft mich.
Ich komme zu spät. Ganze zwei Stunden. Zu Spät. 
"Na auch ausgeschlafen?", fragen sie lächelnd, als ich das Zimmer betrete.

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-"Fühlst du dich eigentlich gestresst?"

Ich habe die ganze letzte Woche lang kaum ein Auge zugetan, ich kann nicht aufhören darüber nach zu denken, was ich noch alles tun muss, ich habe die ganze Zeit Angst davor, ich könnte etwas vergessen haben, ich könnte es nicht schaffen, jede Nacht quälen mich die Gedanken über die Zukunft, meine Zukunft.
-"Schule ist manchmal etwas stressig, mit den ganzen Hausaufgaben, Arbeiten und so, aber ansonsten geht's."
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Ich bin kam in der Lage den heutigen tag zu bewerten, war er gut, war er schlecht?
Heute hat es endlich einmal geschneit, ich habe mich richtig gefreut und das, obwohl ich Schnee und Kälte eigentlich verabscheue. Mir ist immer kalt, dann muss es doch nicht auch noch draußen kalt sein.
Doch nach so langer Zeit das Städtchen wieder in einer dünnen Denke aus weißen Eiskristallen zu betrachten, machte mich heute ganz schwärmerisch. 


Ich war viel unterwegs gewesen. Ich mag Tage an denen ich nicht so lange in meinem Zimmer hocken muss. Ich hasse das das. Dies hier ist kein Zuhause für mich. Doch heute kam ich erst halb 6 nach Hause, passt

Kaum in meinem Zimmer drehte ich die Musik auf, nahm mir gleich mein Seil und sprang nach langem einmal wieder 30min am Stück und hängte ein paar SitUps, Kniebeugen etc hinten ran, da ich noch nicht fertig genug war. Schön sich einmal wieder richtig auszupowern, da fühlt man sich richtig gut, aber vor allem musst ich mich ablenken. Ich habe gegessen, nicht sonderlich viel, nach Berechnung knapp 450 kcal, aber fühle mich satt, vollgefressen, richtig satt.

Kotzfreier Tag nr. 1 - GESCHAFFT 

Ich habe mich heute bewusst nicht gewogen, vielleicht auch besser so, eigentlich nicht, doch schon gut so.

XOXO
xAurora

Dienstag, 21. Januar 2014

»V - Du willst es? Ja! Nein! Vielleicht!?!


Ich wäre heute in der Schule beinahe in Tränen ausgebrochen. Nur beinahe, konnte es zurückhalten, verstecken. Was bin ich froh. 
Ich hatte mir für dieses Schuljahr geschworen gehabt, nicht in der Schule zu weinen. Kein einzigstes Mal, welches ich bisher in den vergangenen Jahren noch nie geschafft hatte.
Der Anlass? Ganz klar: Enttäuschung, die Enttäuschung über mich selbst, dem Den-Eigenen-Ansprüchen-Nicht-Gerecht-Kommen-Können, das eigene Versagen. 
Wenigstens konnte ich heute meinen Vertrag als Zeitungsausträgerin verlängern, etwas positives. Ich hatte schon wirklich Angst gehabt ich könnte es doch nicht weiter machen. Ich brauche das Geld. Taschengeld gibt es keines, nicht für mich, hatte mich daran gewöhnt gehabt am Anfang des Monats wenigstens etwas zu bekommen. Das gab mir Sicherheit, ich konnte planen und investieren, aber vor allem gab es mir auch ein Gefühl der Eigenständigkeit, dem Nicht-Angewiesen-Seins. So wichtig im Leben, irgendwo zwischen Arbeit und HartzIV, was bin ich es leid.  


Darauf gleich einmal eine FA. Dabei lief es am Montag so gut. SO GUT. Ich hatte 3 dünne Scheiben Zwiebelbrot mit halbfett Magerine, 3 aufgeschwätzte Stücken Schockette gegessen (Ich weiß, sie hat es nur gut gemeint), einen Moccachino (150ml) aus dem Automaten, eine Tasse schwarzen Kaffee (200 ml) und ansonsten nur grünen Tee und Wasser getrunken.

Und dann heute Nachmittag, wollte ich es nicht anders machen. Ich hatte mir wieder eine Scheibe Brot mit Magerine und dazu ein Ei (ohne Eigelb, dass ich gewürzt in der Mikrowelle zum gerinnen gebracht hatte) gemacht gehabt. Aber dann sah ich die Reste in den Topf Nudeln mit Tomatensouce, den meine Mutter für ihren Lover und meine kleine Schwester zum Mittag gemacht hatte. Eine Nudel, man darf mal kosten, zwei Nudeln, sind schon drinnen, dann, DEN GANZEN REST. Und ich konnte mich nicht mehr bremsen, versuchte, scheiterte, schlang einfach alles was sich finden ließ in mich hinein. NOCH SCHNELLER, WARUM ERST KAUEN?!? - Ich platze - Jetzt behalte es auch drinnen, du eklige Kuh!- Ich kann nicht! - Du musst! - Ich werd' noch fetter! - DU MUSSTE! - ICH KANN'S NICHT!
An sich kann meine Zahnbürste nicht mehr Zahnbürste nennen...

Ich will abnehmen. Ja.
Aber nicht mehr speien. Nie wieder.
Ich brauche wieder mehr Disziplin, mehr Selbstbeherrschung. Wo ist sie hin?
Warum mach ich das?
Ich muss mehr Sport machen. Auf jeden Fall.
Aber nicht so viel essen. Unter gar keinen Umständen.
Ich darf den Mut nicht verlieren und muss weiter an meine Ziele halten. Sonst schaff ich nie etwas.


Ab heute zähle ich die Tage, an denen ich nicht speie.
Neue Pläne müssen her, neue Regeln.

54.7 kg


XOXO
xAurora

(Eine bereits etwas ältere Zeichnung von mir - noch immer der selbe Trott-)

Sonntag, 19. Januar 2014

»IV-Abschied nehmen

Es gibt viele Dinge für die ich bereits sowas wie ein Ritual entwickelt habe.  Zum Beispiel frühs aufzustehen. Ich stehe immer mit beiden Beinen gleichzeitig auf, dann gehe ich immer zuerst ins Bad und dann schaue ich immer nach den Vögeln. Ich brauche diesen kleinen Fix am Morgen. Sie bedeuten mir sehr viel, sind es doch die einzigen, die sich freuen wenn ich nach Hause komme, mir Gesellschaft leisten, wenn ich mich einsam fühle und mich mit ihrer Art aufmuntern, wenn ich traurig bin.
Ich habe zwei Nymphen, zwei Zebrafinken, einen Singsittisch, einen Barabandsittisch und zwei Wellensittische, oder hatte. Denn heute früh musste ich einen meiner Schützlinge tot auffinden. Wir hatten sie von einer Freundin aufgenommen, daher wusste ich nicht wie alt sie geworden ist. Panisch hatte ich versucht mich zu erinnern, wann sie zu uns kam, konnte es nicht, machte mir Vorwürfe, weil ich diejenige bin, die sich hier allein um die Vögel kümmert.
Was hatte ich falsch gemacht? 
Warum hatte ich es nicht bemerkt, wenn sie denn krank war?
Es ist meine Schuld.
Ich ließ die anderen aus den Käfigen, legte ihren starren zusammengefallenen Körper behutsam in einen Karton, reinigte den Käfig, sagte meiner Mutter bescheid:
"Naja das Viech wäre ohnehin früher oder später gestorben, was machst du da so ein Theater drum, jetzt hör auf zu weinen"
Tut mir leid, dass es mich mitgenommen hatte, tut mir leid, wenn mir das Viech so viel bedeutet hatte.
Mit einem halb verrosteten Spaten versuchte ich in der Kälte in die angefrorene Erde im Hof ein Loch zu schaufeln. Zu viel tam tam, meinte meine Mutter, wozu denn eine Beerdigung? Tut mir leid, dass ich so verletzlich bin.
Das Loch war gerade tief genug, um den Karton hinein zu legen.
Vielleicht hatte ich überreagiert. Aber vielleicht konnte sie nicht verstehen,  wie sehr ich an ihnen hänge und wie sehr mich der Gedanke, ich könnte mich nicht gut genug um sie gekümmert haben, quält. Und was ist falsch daran, wenn mir das Leben eines kleinen Geschöpfs so sehr am Herzen liegt. Sollte man Leben nicht schätzen egal wie klein es ist? 
Und Abschied nehmen fällt immer schwer.
Ich bin gerade so aufgewühlt, möchte einfach schlafen, aber die Gedanken surren durch meinen Schädel, so vieles ist heute noch passiert, doch ich habe bereits so viel geschrieben. 
Tut mir wirklich leid, wenn das alles jetzt etwas kindisch klingt, aber ich musste es gerade loswerden und vielleicht kann mich auch jemand verstehen.
-Damit fang ich besser nicht erst an-
XOXO
xAurora

Sonntag, 12. Januar 2014

» I - Und es war einer dieser Sonntage...

...einer diese verflixten Sonntage.
Schon allein sein Anfang hatte erahnen lassen, dass aus diesem Tag hatte nichts gutes werden können. Ist auch zu blöd zu wissen, eine Eule zu sein und sich dennoch dazu zwingen zu wollen, früh auf zu stehen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Und ich habe so vieles machen wollen, habe so vieles schaffen wollen. Freie Tage will man nutzen.
Carpe Diem and so on.

Nix da. Wozu gibt es eine Schlummerfunktion beim Wecker, wenn man sie nicht auch nutzt? Und aus der Aufstehzeit von um 7 wurde dann mal schnell... um 11.
Der Tag ist noch nicht verloren, dachte ich mir, träge, verschlafen, völlig verkatert, als hätte ich die letzte Nacht durch gefeiert.
Und heute willst du richtig essen, sagte ich mir. Früh, Mittag, Abend. Es ist schon lange Zeit sich endlich zusammen zu reißen.

Nix da. Eine Scheibe Brot. Ein Toast. Die nächste Scheibe. Oh wir.. wir haben sogar noch etwas von den Haferflocken... wie schön. Mehr Brot?
Ich versteh nicht was in meinem Kopf kaputt gegangen sein mag. Das war nichts neues. Es passiert doch fast jeden Tag. Es ist immer das Selbe. Völlig überfressen scheint der Gang ins Bad schon vollkommen automatisiert zu sein. Dann lieber kein Mittag. Und auch kein Abend. Überhaupt nichts mehr. Das habe ich nicht verdient, ich Vollidiot. Der speifreie Tag, damit gestorben.
Der Tag ist noch nicht verloren, dachte ich mir, schwankend, zitternd, den krampfenden Bauch mit den Armen umschlungen. Ich kann heute noch so viel schaffen.

Nix da. Was hatte ich mir gleich noch einmal vorgenommen gehabt? Am Ende blieb die Jahresarbeit doch links liegen. Keine Motivation, kein Antrieb, da weiter zu machen. Ich hab doch noch Zeit. So viele angefangene Bilder. Ich hätte wenigstens an einem weiter arbeiten sollen. Ich muss viel mehr Zeichnen, viel aktiver sein, wenn ich einmal Illustratorin werden möchte. Keine Motivation, kein Antrieb, da weiter zu machen. Heute war solch schönes Wetter gewesen, ich hätte rausgehen können, spazieren, joggen. Ich habe einen Stapel Bücher, der gelesen werden möchte, eine Liste von Liedern, die ich noch auf der Gitarre spielen lernen wollte. Keine Motivation, kein Antrieb, da weiter zu machen, überhaupt etwas zu machen.

Carpe Diem, was hieß das nochmal?

Ich hasse solche Tage, verschwendete Tage, an denen man einfach keinerlei Antrieb findet und sich dann, um diese Zeit herum, so schlecht fühlt, an denen man alle vorgenommen Ziele scheinbar vergisst, oder einfach verdrängt, an denen nichts klappen mag, an denen man einfach im Bett hätte liegen bleiben und schlafen sollen.
Insofern man schlafen kann.


Wenigstens diesen Eintrag habe ich geschafft. Schreiben ist schön. Mal die Gedanken, die im Kopf kreisen los zu werden. Einen Grund sich etwas, ein klein wenig besser zu fühlen. Ich hoffe dann auch, nächstes Wochenende meinen Blog etwas schöner gestalten zu können, ihn überhaupt gestalten zu können. Ich gestalte gerne. Seiten, Beschreibungen hinzufügen, alles noch in der Entwicklung hier.(Ich schrieb dies hier über mein Handy. Die Internetzeiten am PC sind dank Internet-Stick und Datenvolumen begrenzt. Weshalb, darüber vielleicht ein andern Mal.) Ich muss mich noch für die Schule morgen vorbereiten, bin müde und hungrig, hungrig schläft's sich am besten.

55.2 kg, fühle mich nutzlos und fett.
Wie war das noch gleich mit den Neujahrsvorsetzen?



xAurora

Freitag, 10. Januar 2014

•[PROLOG]•》the only thing i know

... i don't sleep at night.
Mir schwirrte bereits des längerem die wage Idee durch den Kopf einen neuen Blog zu erstellen.
Ich war mir nicht sicher darüber gewesen, wohin er führen sollte und um genau zu sein weiß ich es jetzt auch noch nicht.
Also sehen wir dies hier als einen Art Test, als Experiment, dessen Ausgang noch völlig unklar ist und schauen vohin es mich bringen mag.
Dieser Blog soll Motivation und Inspiration, doch zugleich auch ein Ort meiner Gedanken sein, meiner Hoffnungen und Träume und meiner Ängste. Ein Ort an dem ich völlig ehrlich und unverblümt sein kann, mich nicht verstellen muss. Hier soll endlich alles offenbart werden, das ich mich sonst nie traue laut auszusprechen. Ohne der Furcht missverstanden und verurteilt zu werden, soll dieser Blog mir eine Möglichkeit bieten, mich endlich zu öffnen und mir ein wenig Seelenfrieden wieder zu bringen.
Und so nutze ich die Gunst dieser schlaflosen Nacht. Auf das dieser Blog dabei helfen mag, eine geschundene Seele zu heilen.
-oder sie völlig zu zerstören-
Ich bin
Aurora
XOXO