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Sonntag, 4. September 2016

Die Erinnerung verfolgt mich

Die Erinnerung verfolgt mich, als wäre er noch hier.
Die Erinnerung verfolgt mich, als säße er hier neben mir..
Die Erinnerung verfolgt mich, als spräche er endlich wieder mit mir...

Und doch bin ich mir bewusst, dass ich mich nicht so fertig machen sollte.
Was sollen all diese Gefühle in mir. Seit Wochen. Seit Monaten.
Seitdem er nicht mehr da ist.

Zu stolz, um zu gestehen, dass ich ihn vermisse.
Und doch zu schwach, um ihn zu sagen, was ich denke.

Warum kann ich nicht sagen, was ich fühle? Warum kann ich nicht sagen, was mir wichtig erscheint?
Warum sich wegen jemanden fertig machen, dem man scheinbar nicht so wichtig ist?

Sage dir selbst: DU HAST MEHR VERDIENT.

Sage dir selbst: DU BIST MEHR WERT.
Sage dir selbst: DU WIRST GELIEBT.

Ich will ihn vergessen. Ich will ihn wiedersehen. Ich will ihn löschen, Ich will mit ihm reden. Ich will ihn ausradieren. Ich will ihn wieder berühren.

Ich bin wertvoll. Du bist wertvoll. Liebe dich selbst und du wirst geliebt.
Mach dich nicht fertig.Mach dich nicht fertig.Mach dich nicht fertig.
Mach. Dich. Nicht. Fertig.

Denn 
ER
ist es 
NICHT
wert.

Hör auf mir zu schreiben. WARUM SCHREIBST DU MIR?
Geh aus meinem Kopf. WARUM DENKE ICH AN DICH?
Lass mich doch endlich gehen. WARUM KANN ICH DICH NICHT LOSLASSEN?
Sie nennen es Mutismus.
Ich nenne es Feigheit.
Sie sagen, es sei nicht schlimm.
Ich sage, es sei alles was zählt.
.
.
.
..Es ist alles, was zählt.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Never Quite Awake

Seems that I have been held, in some dreaming state 
A tourist in the waking world, never quite awake 
No kiss, no gentle word could wake me from this slumber 
Until I realise that it was you who held me under

And all my bones began to shake, my eyes flew open 
And all my bones began to shake, my eyes flew Open

No more calling like a crow for a boy, for a body in the garden 
No more dreaming like a girl so in love, so in love 
No more dreaming like a girl so in love with the wrong world

As I wanted to be part of something

"Ich sehe dich öfters allein herum laufen"

Mit wem sollte ich auch unterwegs sein?
Da war immer nur Ich.
Ich war mit Ich.
Und Ich war allein.

Manchmal glaube ich, dass ich nicht die Fähigkeit besitze mit anderen Menschen lange aus zukommen. In der Gruppe fühle ich mich oft überfordert. Personenkreise mit mehr als vier Personen stressen mich, weil ich sie nicht überblicken kann...
Und reden fällt mir oft so schwer. Ich finde keine Worte mehr. Weiß nicht was ich sagen soll oder über was ich reden könnte.

Ich war immer mit Ich.
Und Ich war immer allein.

Doch ein Einzelgänger bin ich nicht, war ich nie... Fühle mich niemanden nahe oder verbunden.
Und da ist ist einfach etwas das fehlt. Irgendetwas fehlt.
Ich hatte mir vorgenommen, mehr mit Freunden zu unternehmen, zu lernen den ersten Schritt zu tun. Und dem kam ich nach denn Einsamkeit ist etwas für das man sich eben selbst entscheidet.
Doch man kann unter Menschen sein und sich dennoch einsam fühlen. Fühle mich stets nie wirklich d a z u g e h ö r i g. Etwas fehlt.
Es fehlt einfach. 

Und Ich war immer mit Ich.
Und Ich war immer allein.

Dienstag, 13. Mai 2014

"Ey... warum kotzt du eigentlich immer?"

Ein Frage, ein Stich, ein Schock.
Es schmerzt. 

"Tut mir leid, ich wollte nichts sagen. Aber er fragte so: Sach' mal ritzt die sich im Bad? Und ich nur so... schlimmer noch"

Noch ein Stich, ein Schock, hab' keine Kontrolle mehr.

"Ey is okay, aber bei Mädchen fällt es eben auf wenn sie so dünn sind"

"Ey sorry, bitte schau nicht so. Ich sag's auch niemanden. Du gehörst doch zur Gruppe"

"Jeder hat hier seine Laster. Wir akzeptieren dich so wie du bist. Nur bitte tu es nicht mehr. Ich mache mir echt sorgen, wril du so dürr bist"

Zu viel, viel zu viel.
Nur kurz warten jetzt, traurig nicken jetzt, schnell lächeln jetzt.
Nur schnell ins Bett jetzt, bloß nicht weinen jetzt.

Samstag, 22. März 2014

Me vs Me has always been my biggest fight

Eine Essstörung bedeutet im ständigen Kampf mit sich selbst zu sein.
24/7, rund um die Uhr.
Es hört nie auf, du kannst nicht davor fliehen.
Wie auch? Wenn dein größter Gegner doch du selbst bist.
Man kann nicht vor sich selbst davon laufen. 

Diese Gedanken verfolgen einen wohin man auch geht. Was immer man tut.
Sie sind immer da. 
Und rauben dir deine Kraft, die Kraft, die du brauchst, um gegen diese Stimmen, dieses Verlangen anzukämpfen.

Doch was wenn die Kräfte aufgezehrt sind?
Was wenn man sich nicht mehr wehren kann?
Wenn man z e r b r i c h t? 


Sie sagen, manchmal muss man erst ganz unten angelangt sein, bis es endlich wieder nach oben geht.

Nach dem Gräultag von gestern, hatte ich heute einen Totalaussetzer. Ich erwachte diesen Vormittag wie aus einem monatelangen Koma geweckt. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir zuletzt sämtliche Gliedmaßen dermaßen geschmerzt haben. Ich rollte mich aus dem Bett, versuchte aufzustehen, doch meine Beine klappten fast weg. Ich verharrte kurz, holte noch einmal Luft und stemmte mich dann hoch. Ich fühlte mich so unglaublich schwer, so zu Boden gedrückt. So ähnlich muss sich der Wolf gefühlt haben, nachdem sein Bauch mit Ziegelsteinen gefüllt wurde, mit dem großen Unterschied, dass meiner furchtbar krampfte und nach Essen schrie.
Das mit dem Zeitungenaustragen ließ ich heute auch einfach bleiben. Wozu arbeiten, wenn man kein Geld bekommt? Die Kraft dazu hatte ich ohnehin nicht. Mir war das heute einfach e g a l.
Ich wusste, dass ich etwas essen musste. Die Tür unten war v e r s c h l o s s e n. Neuerdings pflegt meine Mutter am Abend die Wohnungstür zur unteren Wohnung, in der sich die Küche befindet, zu verschließen, damit des nachts nicht die unruhigen Gespenster wie ich eines bin, sich hinein schleichen und stören.
Ich hatte zum Glück noch einen kleinen Apfel, der war für die Vögel gedacht. Ich entschloss ihn zu teilen. Eine Hälfte verteilte ich an die Liebsten, die andere aß ich, einerseits froh nur so wenig gegessen zu haben, anderer seits noch immer hungrig, müde und schwach.
Als würde ich schlafwandeln irrte ich unruhig und vom eigenem Körper gepeinigt in der Wohnung umher. Ich wartete, dass unten die Tür auf ging. War sie überhaupt da? Ich hörte nichts. Versuchte mich abzulenken, malte, legte mich hin, nahm die Gitarre, stellte sie gleich wieder weg, versuchte zu schlafen, trank noch mehr Wasser. Meine Gedanken drehten sich immer noch ums essen, nur noch ums essen. Ich bedauerte nichts bares mehr daheim zu haben, aber das hatte ich mir auch selbst so vorgenommen, damit ich eben nicht einkaufen gehen kann. Ich verfluchte mich, dass ich mir kein Essen einteilen kann. Ich wurde fast verrückt.
Und dann endlich hörte ich die Tür aufgehen. Plötzlich fühlte ich wie neue Energie durch meinen Körper floss. Ich ging schnell runter. Dort stand meine Mutter. Sie fluchte, dass sie zu lange geschlafen hätte und nun auch noch zu einem Gespräch mit der Betreuerin meiner epileptischen Schwester müsse. Es war Viertel vor 3? Sie trug mir auf irgendetwas zu tun. Ich weiß nicht was, hörte ihr kaum zu. wollte.in.die.Küche. Und. Konnte.Nun.In.Die.Küche. Ich war allein. Niemand, der mich bremsen konnte. The rest is hintory.
Und was war anders heute? Anders war, dass ich es nicht hoch brachte. Ich wollte ohnehin nicht. Ich musste. Es schmerzte. Ich darf nicht. Ich soll es. Ich kann nicht beschreiben, was in mir vorging. Es war grauenvoll. Ich weinte. Erst hatte ich es mal wieder nicht geschafft, mich zu beherrschen, so sehr ich es versuchte, aber ich hatte versagt, mal wieder, nein, dann auch noch das. Ich versuchte mir einzureden, dass es nicht so schlimm sei. Suchte Trost. ES IST DOCH NUR ESSEN. Aber gleichzeitig stieg die Angst davor, der Hass auf mich und die Verzweiflung, diese unendliche Verzweiflung. Ich hielt es nicht aus.
Also zog ich meine Schuhe an, Jacke drüber. Draußen regnete es fürchterlich. Ich musste mich bewegen. Samstag nachmittag-kaum wer unterwegs.
Ich raste, ich hetzte, lief wie besessen. Ein Glück im Mittelgebirge zu wohnen. Berg auf und auf und auf. Ich konnte nicht mehr. Lief schneller. War irgendwann in der Nachbarstadt. Ging langsamer wenn ich jemanden sah, rannte am Feldweg. Rutschte. Fiel in den Dreck. Dass hatte ich verdient, dachte ich. Hechelte. Knie aufgeschlagen. Zähne zusammen beißen. Man muss ja noch noch Hause kommen. So.Schnell.Wie.Möglich. Also weiter rennen.
Mein Körper schmerzt, mein Magen krampft. Die Gedanken rennen. Bin völlig kaputt. Ich bin weiterhin allein und war die letzte halbe Stunde damit beschäftigt, einen Schnapsgummi gegen mein Handgelenk schnipsen zu lassen, um mich abzulenken. Mehr schlecht, als Recht.

Und Sie sagen, manchmal muss man erst ganz unten angelangt sein, bis es endlich wieder nach oben geht.
Doch wie weit muss ich noch fallen? Wann bin ich endlich im Tal? Wann darf ich endlich beginnen, wieder zu klettern?
Ich bin bereit dafür.
Doch bitte, lass keine Schlucht auf mich warten.

Ich weiß nicht, ob ich das schaff'.

Donnerstag, 13. März 2014

-X-

Wie schnell ein zuvor so schöner Tag sich schlagartig in das direkte Gegenteil wenden kann.

Ich weiß nicht was ich falsch mache.
Was ich die ganze Zeit wieder und wieder falsch mache.
Sie soll mir endlich sagen, was ich falsch mache.

Denn ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Immer wird die Schuld auf mich abgewälzt. Doch mich hat es auch verletzt. Es hat sich direkt in mein Herz gebohrt, wie ein in Gift getränkter Dolch. Nur weil ich nicht gleich in Tränen ausgebrochen bin? Nun ich war nie gut darin, meine Gefühle zu zeigen.
Ich habe es bis in mein Zimmer geschafft.

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich war nie laut, habe mich nie beschwert. Ich kann noch nicht einmal den Mut aufbringen, jemanden wirklich anzufeinden, geschweige denn zu verletzten, egal wie sehr es doch eigentlich in mir brodelt. Ich kann es nicht.
Sie selbst hatte mir gesagt, wenn mich etwas stört, dann soll ich es sagen.
Und ich habe etwas gesagt.
Und das war falsch.
Ja, vermutlich war genau das mein Fehler.

Und dann habe ich auch noch gesagt, sie soll mich nicht belügen, denn ich weiß, dass sie lügt.
Die ganze Zeit. 
Und die ganze Zeit weiß ich, dass sie nicht die Wahrheit spricht.
Doch ich habe nie diskutiert, diskutieren wollen.

Ich mache es nur richtig, wenn ich still bin wie die Maus im finstersten Loch.
Ich mache es nur richtig, wenn mich keiner sieht, keiner hört als würde ich gar nicht existieren.

Aber ich will das nicht.

Ich will hier weg. Ich will endlich hier weg. Ich war hier nie erwünscht, habe nie dazu gehört, sollte schon längst nicht mehr hier sein.
Was mache ich noch hier?

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Ich habe mich halbwegs beruhigt. So richtig weinen konnte ich auch nie.
Und anstatt zu weinen hätte ich lernen sollen. Nun ist es bereits Viertel vor Neun und ich weiß nicht wie ich das morgen machen soll.

Aber immerhin gibt es etwas, auf dass ich mich morgen freuen kann. Ich werde morgen eine alte Internetfreundin zum ersten Mal treffen. Wir werden am Samstag gemeinsam zur Buchmesse fahren. Darauf hatte ich mich auch heute schon die ganze Zeit gefreut gehabt.
Welch gigantischer Trost, das Wochenende über nicht "Zuhaus" sein zu müssen.

Dienstag, 18. Februar 2014

51

Nimm dir eine Auszeit oder zwei.
Und denk' etwas nach.
Über dich.
Oder.
Ertränk' dich.
In Aufgaben und Pflichten.
Um keinen Gedanken fassen zu können. 


Das erste Halbjahr ist vor rüber und ich habe jetzt 2 Wochen Ferien. Nur so richtig drüber freuen kann ich mich nicht.
2 Wochen Einsamkeit.
Meine Freunde sind in den wohlverdienten Urlaub gefahren und ich häng hier fest. Allein. Mit meinem Kopf. Und meiner Familie.
Aber die schenkt mir ohnehin keine Beachtung.
Meine älteste Schwester hatte am Sonntag Geburtstag und mein Opa und ihr Freund und Vater ihrer Tochter, beschlossen sie her zu schleifen. Hab sie Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Als es mir einmal richtig mies ging hatte ich mit ihr geschrieben gehabt, meinte, mir ginge es nicht gut, was los war, konnte ich nicht sagen. Sie meinte, es täte ihr leid, dass ich so lange zu kurz gekommen sei. Ich hab mich auch nie beschwert. Aber das würde sich jetzt ändern.
Sonntag hat sie dann nicht einmal Hallo gesagt. Nicht einmal ein Hallo.
Genauso wie mein Opa. Den habe ich jetzt schon seit gut 2 Jahren nicht mehr gesehen. Er musste Sonntag Abend wieder fahren, hat man mir gesagt, gesehen habe ich ihn nicht. Er nicht mal Hallo gesagt. Mehr hätte ich gar nicht gebraucht, als ein Hallo, ein einzigstes Wort, dass mir zeigt, ich bin noch da. Nur ein Hallo.
Das einzigste Mal, dass man mit mir sprach, war als meine Mutter mir zufällig auf dem Weg zum Klo entgegen kam. "Willst du mit Kaffee trinken? Es gibt Schwarzwälder, den magst du doch so gern" "Nee.." "Okay.."

Natürlich, ich hätte mich selbst dazu gesellen können. Aber ich störe, Ich merk es. Hätte alles nur schlimmer gemacht. Was ist so schlimm daran. Ich weiß es nicht, aber es tut weh. Irgendwo, tut es einfach weh. Wär ich hingegangen. Es wäre nur schlimmer gewesen.
Man will mich nicht dabei haben.
Aber lasst mich nicht allein, mit mir.
Ich war schon immer fehl am Platz.
Aber bitte lasst mich nicht allein, mit mir.
Mit mir selbst.
Und ich verschwinde.
Ich will nicht.
Aber ich verschwinde.

Mittwoch, 29. Januar 2014

» X

Er kommt rein.
"Kannst du mir bitte einmal helfen?"
"Bei was?"
"Ich weiß nicht wo deiner Mutter ihre Sachen sind"
"Wieso?"
"Sie liegt im Krankenhaus" 
Sie ist zusammen gebrochen. Einfach so. Keine Infos. Niemand weiß warum.
Überfordert.
Intensivstation.
 "Okay versucht am besten etwas zu schlafen. Morgen wisst ihr mehr." 
Natürlich.
Geh hoch. Sperr zu. Weine.
Beruhig mich. Musik ganz laut. Male.
Alles beim alten.

Sonntag, 26. Januar 2014

»VIII - Etwas Ehrlichkeit

Du hattest gesagt, du würdest mit mir reden.
Du hattest gesagt, du würdest mir zuhören.
Du hattest gesagt, du würdest mir helfen.

Du sagst, ich wär dir nicht egal.

Du sagtest, es würde sich ändern.
Du sagtest, es täte dir leid.
Du sagtest, du hättest mich lieb.

Und fast hätte ich dir geglaubt.

Ich weiß nicht warum ich mir noch immer Hoffnungen mache,
obwohl ich doch weiß, dass ich enttäuscht werden würde.
Ich weiß nicht warum ich noch immer deinen Worten Glauben schenken mag,
obwohl ich weiß das jedes einzelne eine Lüge birgt.
Und ich weiß wirklich nicht, warum es mir immer noch so weh tut.

Du weißt es nicht und nichts wird sich ändern. Denn sagen kann ich es dir nicht. Sagen kann ich nichts. Es frisst mich auf und du weißt es nicht und du siehst es nicht und es interessiert dich nicht.
Denn alles, was du je zu mir sagtest, war eine Lüge.
Und alles, was ich je von dir wollte, war etwas Ehrlichkeit.

Samstag, 25. Januar 2014

»VII - 3 Tage


3 Tage habe ich es geschafft. Und länger nicht? 
3 Tage war ich stark. Und dann so schwach? 
3 verdammte Tage nur habe ich durchgehalten. Und dann war alles wie immer? 

Es fing eigentlich bereits Donnerstag Nachmittag an
Ich hatte meine Mutter darum gebeten gehabt, das nächste Mal, wenn sie einkaufen geht vielleicht auch mal etwas für mich mitzubringen. Obst. Gemüse. Etwas, dass ich essen kann. Ohne Bedenken.
Ich erzähle ihr seit Monaten. Ich bin Vegetarier. Wer keine toten Tiere sehen kann, der isst auch kein Fleisch. Habe ihr gesagt, dass ich mich seit Wochen von Brot mit Magerine ernähre.
Der Kühlschrank = voll mit. Wurst.
Danke Mum. Danke, dass du es mir so leicht machst. Zu. H U N G E R N

Warum hungere ich auch? Ich hätte essen können, essen dürfen. Am Freitag. A. hatte sich bei TS. solche Mühe gemacht, hatte es mir mehrmals angeboten. Ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen. Seit Donnerstag Nachmittag nicht.
Doch ich hatte abgelehnt. Fühlte mich so gut. Ich habe V E R Z I C H T E T.
N E I N, gesagt. Einmal Nein gesagt.
Ich war so müde, kam um Acht nach Hause, stand kurz vor einem Tränenausbruch. Warum, mir ging es. Gut? sah den Berg an Zeitungen, der noch sortiert werden wollte. War so. Allein.
Laune < tiefer als tief
Bis um 12 habe ich die Zeitungen sortiert, und geweint. Warum habe ich geweint?

Heute früh konnte ich dann nicht mehr. Kein Wunder. 
Mir tat alles weh, kaum aufgestanden, erstmal geweint. wollte schlafen oder sterben, beides gibt sich nicht viel.
Warum? 
Draußen war es so kalt, so verdammt kalt. 4 Stunden war ich da draußen gewesen. Eingefroren, zittrig,  hungrig und schwach.
Also habe ich gegessen. Endlich gegessen. Viel zu viel gegessen.
Und dann. Im Gefrierschrank hier oben fand ich ganz hintern versteckt.. Vanilleeis.  Hier wird nämlich versteckt, vieles versteckt, Essen versteckt. 2 liter. Viel hatte nicht gefehlt. Jetzt ist es leer. Verschwunden. Im Abfluss. Roggenbrot und Vanilleeis und Magerine. Bis die Magensäure mit hoch kam.
Und. Es hatte sich. Gut. angefühlt.
Warum?
ICH  WILL DAS NICHT!
WARUM MACH ICH DAS?!

Gleich danach ganz viel Sport gemacht. Musste mich bewegen. Wieder auf andere Gedanken kommen. Der Hinterkopf voll mit unerledigten Aufgaben.
War so müde. Alles tat mir weh. Den ganzen Tag. Kein Wunder.

54.5 -habe jetzt bestimmt wieder zugenommen-

Mittwoch, 22. Januar 2014

»VI - It's getting colder


8.22 Uhr
Schrecke aus dem Schlaf, glaube es sei Samstag, die Realität trifft mich.
Ich komme zu spät. Ganze zwei Stunden. Zu Spät. 
"Na auch ausgeschlafen?", fragen sie lächelnd, als ich das Zimmer betrete.

_________

-"Fühlst du dich eigentlich gestresst?"

Ich habe die ganze letzte Woche lang kaum ein Auge zugetan, ich kann nicht aufhören darüber nach zu denken, was ich noch alles tun muss, ich habe die ganze Zeit Angst davor, ich könnte etwas vergessen haben, ich könnte es nicht schaffen, jede Nacht quälen mich die Gedanken über die Zukunft, meine Zukunft.
-"Schule ist manchmal etwas stressig, mit den ganzen Hausaufgaben, Arbeiten und so, aber ansonsten geht's."
________________

Ich bin kam in der Lage den heutigen tag zu bewerten, war er gut, war er schlecht?
Heute hat es endlich einmal geschneit, ich habe mich richtig gefreut und das, obwohl ich Schnee und Kälte eigentlich verabscheue. Mir ist immer kalt, dann muss es doch nicht auch noch draußen kalt sein.
Doch nach so langer Zeit das Städtchen wieder in einer dünnen Denke aus weißen Eiskristallen zu betrachten, machte mich heute ganz schwärmerisch. 


Ich war viel unterwegs gewesen. Ich mag Tage an denen ich nicht so lange in meinem Zimmer hocken muss. Ich hasse das das. Dies hier ist kein Zuhause für mich. Doch heute kam ich erst halb 6 nach Hause, passt

Kaum in meinem Zimmer drehte ich die Musik auf, nahm mir gleich mein Seil und sprang nach langem einmal wieder 30min am Stück und hängte ein paar SitUps, Kniebeugen etc hinten ran, da ich noch nicht fertig genug war. Schön sich einmal wieder richtig auszupowern, da fühlt man sich richtig gut, aber vor allem musst ich mich ablenken. Ich habe gegessen, nicht sonderlich viel, nach Berechnung knapp 450 kcal, aber fühle mich satt, vollgefressen, richtig satt.

Kotzfreier Tag nr. 1 - GESCHAFFT 

Ich habe mich heute bewusst nicht gewogen, vielleicht auch besser so, eigentlich nicht, doch schon gut so.

XOXO
xAurora

Sonntag, 19. Januar 2014

»IV-Abschied nehmen

Es gibt viele Dinge für die ich bereits sowas wie ein Ritual entwickelt habe.  Zum Beispiel frühs aufzustehen. Ich stehe immer mit beiden Beinen gleichzeitig auf, dann gehe ich immer zuerst ins Bad und dann schaue ich immer nach den Vögeln. Ich brauche diesen kleinen Fix am Morgen. Sie bedeuten mir sehr viel, sind es doch die einzigen, die sich freuen wenn ich nach Hause komme, mir Gesellschaft leisten, wenn ich mich einsam fühle und mich mit ihrer Art aufmuntern, wenn ich traurig bin.
Ich habe zwei Nymphen, zwei Zebrafinken, einen Singsittisch, einen Barabandsittisch und zwei Wellensittische, oder hatte. Denn heute früh musste ich einen meiner Schützlinge tot auffinden. Wir hatten sie von einer Freundin aufgenommen, daher wusste ich nicht wie alt sie geworden ist. Panisch hatte ich versucht mich zu erinnern, wann sie zu uns kam, konnte es nicht, machte mir Vorwürfe, weil ich diejenige bin, die sich hier allein um die Vögel kümmert.
Was hatte ich falsch gemacht? 
Warum hatte ich es nicht bemerkt, wenn sie denn krank war?
Es ist meine Schuld.
Ich ließ die anderen aus den Käfigen, legte ihren starren zusammengefallenen Körper behutsam in einen Karton, reinigte den Käfig, sagte meiner Mutter bescheid:
"Naja das Viech wäre ohnehin früher oder später gestorben, was machst du da so ein Theater drum, jetzt hör auf zu weinen"
Tut mir leid, dass es mich mitgenommen hatte, tut mir leid, wenn mir das Viech so viel bedeutet hatte.
Mit einem halb verrosteten Spaten versuchte ich in der Kälte in die angefrorene Erde im Hof ein Loch zu schaufeln. Zu viel tam tam, meinte meine Mutter, wozu denn eine Beerdigung? Tut mir leid, dass ich so verletzlich bin.
Das Loch war gerade tief genug, um den Karton hinein zu legen.
Vielleicht hatte ich überreagiert. Aber vielleicht konnte sie nicht verstehen,  wie sehr ich an ihnen hänge und wie sehr mich der Gedanke, ich könnte mich nicht gut genug um sie gekümmert haben, quält. Und was ist falsch daran, wenn mir das Leben eines kleinen Geschöpfs so sehr am Herzen liegt. Sollte man Leben nicht schätzen egal wie klein es ist? 
Und Abschied nehmen fällt immer schwer.
Ich bin gerade so aufgewühlt, möchte einfach schlafen, aber die Gedanken surren durch meinen Schädel, so vieles ist heute noch passiert, doch ich habe bereits so viel geschrieben. 
Tut mir wirklich leid, wenn das alles jetzt etwas kindisch klingt, aber ich musste es gerade loswerden und vielleicht kann mich auch jemand verstehen.
-Damit fang ich besser nicht erst an-
XOXO
xAurora