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Sonntag, 24. Januar 2016

It is getting cold...

"Vergebung ist keine einmalige Sache sondern ein Lebensstil. " - Martin Luther King
Wer hat dich schon einmal verletzt?
Gibt es jemanden, über den du stets schlecht denkst?
Auf wen hast du regelmäßig Wut?
Wem gönnst du gewisse Dinge nicht?
Ich war heute wieder in der Jugend gewesen, das Thema war Vergebung und unsere Kleingruppenrunde hat mich ganz schon mitgenommen und einiges geliefert, über das ich erstmal nachdenken muss...
"Vergebung bedeutet, damit aufzuhören, sich eine bessere Vergangenheit zu wünschen "
Ich bin atheistisch erzogen worden. Bin weder getauft noch konformiert.
Aber drei meiner besten Freunde nehmen mich gelegentlich mit zur Jugend und ich gehe auch zu Gottesdiensten. Vielleicht versuche ich einfach diese innere Leere zu füllen.
Ich bin kein richtiger Christ. Hin und her gerissen zwischen meiner Erziehung und dem Wunsch mich auf diese besondere Beziehung einzulassen. Dem Glauben, nach etwas höheren, das unserer mickrige Existenz einwenig Bedeutung verleiht. Sinn gibt.
Ich habe meine Freunde immer dafür bewundert, welche Kraft sie aus ihrem Glauben schöpfen. Nichts scheint sie vollkommen aus der Bahn werfen zu können, denn sie vertrauen und sind nie allein.
"And I will lift my hands
For You are who You are
No matter where I am
And every tear I've cried
You hold in Your hand
You never left my side
And though my heart is torn
I will praise You in this storm"
Was wenn es Zeit wird diese überfordernde Last, die sich Leben nennt, jemanden zu übergeben, der genau weiß wohin er sie bringen soll, weil er bereits einen großartigen Plan dafür per Rat hat? 
I remember when
I stumbled in the wind
You heard my cry
You raised me up again
My strength is almost gone
How can I carry on
If I can't find You
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Ich habe meine Bewerbungsmappen für die Kunsthochschule letzte Woche endlich versenden können... Jetzt Heißt es warten, ob ich zur Aufnahmeprüfung darf ...

Donnerstag, 14. Januar 2016

Trying not to break

Was tun, wenn du mit ansehen musst wie deine Träume vor dir zu Staub zerfallen?
Wenn alles woran du glaubtest zerbricht?
Und du zurück fällst, aller Hoffnungen beraubt?

Jeder vergehende Tag scheint an meinen Nerven zu zehren. Ich kann die Gedanken nicht mehr verdrängen. Es ist viel zu präsent.
Und mit jedem vergangenen Tag kommt es einen Schritt näher auf mich zu.

Ich fühle mich noch nicht bereit dafür.
Zeit, warum spielst du gegen mich?

Donnerstag, 7. Januar 2016

Never Quite Awake

Seems that I have been held, in some dreaming state 
A tourist in the waking world, never quite awake 
No kiss, no gentle word could wake me from this slumber 
Until I realise that it was you who held me under

And all my bones began to shake, my eyes flew open 
And all my bones began to shake, my eyes flew Open

No more calling like a crow for a boy, for a body in the garden 
No more dreaming like a girl so in love, so in love 
No more dreaming like a girl so in love with the wrong world

As I wanted to be part of something

"Ich sehe dich öfters allein herum laufen"

Mit wem sollte ich auch unterwegs sein?
Da war immer nur Ich.
Ich war mit Ich.
Und Ich war allein.

Manchmal glaube ich, dass ich nicht die Fähigkeit besitze mit anderen Menschen lange aus zukommen. In der Gruppe fühle ich mich oft überfordert. Personenkreise mit mehr als vier Personen stressen mich, weil ich sie nicht überblicken kann...
Und reden fällt mir oft so schwer. Ich finde keine Worte mehr. Weiß nicht was ich sagen soll oder über was ich reden könnte.

Ich war immer mit Ich.
Und Ich war immer allein.

Doch ein Einzelgänger bin ich nicht, war ich nie... Fühle mich niemanden nahe oder verbunden.
Und da ist ist einfach etwas das fehlt. Irgendetwas fehlt.
Ich hatte mir vorgenommen, mehr mit Freunden zu unternehmen, zu lernen den ersten Schritt zu tun. Und dem kam ich nach denn Einsamkeit ist etwas für das man sich eben selbst entscheidet.
Doch man kann unter Menschen sein und sich dennoch einsam fühlen. Fühle mich stets nie wirklich d a z u g e h ö r i g. Etwas fehlt.
Es fehlt einfach. 

Und Ich war immer mit Ich.
Und Ich war immer allein.

Donnerstag, 25. September 2014

The Road Ahead

Schule stresst mich, Sektion Zwei stresst mich, Klausuren stressen mich. Menschen stressen mich. Leben stresst mich.

Allein der Gedanke an das mögliche Versagen, macht mich fertig. Und ich weiß,  ich sollte nicht so denken.
Stets die falschen Verhaltensweisen,  hervorgerufen von falschen Denkweisen.
Man darf nicht Angst haben vor der reinen Möglichkeit, dass man versagen könnte, dass man den Anforderungen nicht gerecht werden könnte. 
Ich weiß es, doch warum ist es so schwer davon l o s z u l a s s e n, einen Schlussstrich zu setzen und nach vorne zu sehen?
Fehlt es mir etwa an W i l l e n s k r a f t? Die Kraft mich zu ändern?
Ist der reine Wille an sich nicht das was zählt?  Das was allein zählt? Steht der reine Wille nicht über jeder Tat? Über jeden Gedanken? 

Ich schlafe wieder sehr schlecht. Zu sehr drehen meine Gedanken um die Dinge, die ich noch machen muss; die Dinge, die ich gerne machen möchte und die Dinge, die passieren könnten, wenn ich nicht Aus meinem Loch heraus komme.
Jeder Tag ist ein neuer Kampf mit sich selbst. Und ich weiß, man darf den Mut nicht verlieren. Und ich weiß, man darf sich nicht isolieren. Und ich weiß, dass jeder Morgen, möge er noch so trüb und vernebelt sein, einen neuen Anfang darstellt. Denn auch der dichteste Nebelschwaden wird einmal von den Sonnenstrahlen durchbrochen werden. Und ist der Nebel einmal verschwunden, so wird die Sicht auf den Weg vor einem auch wieder klar.

Nur wer stehen bleibt, der hat auch verloren.
Und ich habe mich noch nicht aufgegeben.

Montag, 1. September 2014

Neustart

Meteorologischer Herbstanfang.
1. September 2014

1.09 klingt total gut für einen Neuanfang. Denn es ist ein neuer Tag einer neuen Woche eines neuen Monats eines neuen Schuljahres. Es klingt nach einer neuen Chance.

Die Ferien sind vorüber und ich habe es tatsächlich überlebt. Denn diese Sommerferien waren anders als die vorherigen. Ich war viel unterwegs, habe viel erlebt, so viel, dass die Zeit nicht ausreicht, alles hier jetzt zu erzählen. Ich habe jetzt einen Aushilfsjob, ich bin 17 Jahre alt geworden und bin ab heute 11 Klässlerin. Das ist mir erst heute So richtig bewusst geworden als ich den ersten Fuß aufs Schulgelände setzte, so oft habe ich schon einen ersten Schultag erlebt, doch dieser hier war anders als die anderen... . Und in dem Moment als mir klar wurde, wie weit ich doch eigentlich schon gekommen war, wie viel ich doch eigentlich schon erreicht hatte und was eigentlich noch alles wunderbares vor mir lag, ward ich von einen Rausch des... des Stolzes erfüllt und noch nie zuvor bin ich mit eben einer solchen Selbstsicherheit die Stufen zum neuen Klassenzimmer empor gestiegen und noch nie habe ich einem neuen Schuljahr so hoffnungsvoll entgegen geschaut.

Das war ein neuer Anstoß, eben jener Anstoß,  den ich gebraucht habe, um mir wieder meiner Selbst und meiner Ziele bewusst zu werden. Es war eben jener Anstoß,  der mir neue Kraft und Mut gab, meine eigenen Dämonen weiter zu bekämpfen und mich nicht weiter von ihnen quälen zu lassen.

Heute ist der 1.09.2014 und heute fängt mein Leben an.

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Ich war lange weg, doch ich habe die Pause gebraucht. Doch jetzt bin ich wieder da.

Montag, 2. Juni 2014

Im Moment

Im Moment...
Es ist so schwer einen klaren Gedanken zu fassen.
Im Moment...
So schwer meine Aufgaben zu erledigen.
Im Moment...
Unmöglich mein Leben zu ordnen.

Ich bin es selbst leid, mich immer wieder entschuldigen zu müssen, für nicht getane Arbeit, vergessenen Hausaufgaben, unbeantworteten Nachrichten.
Manchmal, da fühle ich mich so schwach, dass selbst die Drehung im Bett viel zu mühselig erscheint. Ich fühle mich dann so stark in die Matratze gedrückt, als hätte man mich unter Zentnern von nasser Erde begraben, vorbereitend für den Tod, keine Chance zu atmen.
Und selbst liegen ist nicht ohne. Ich habe blaue Flecke an den Knieaußenseiten. Vom Liegen, auf der Seite. Und es schmerzt, wenn meine Knie aufeinanderliegen, als würden sie sich gegenseitig zerdrücken.
Ich fühle mich, als würde ich mit jedem Tag noch schwerer werden. Die Erdanziehung, nie war sie so belasted stark, zieht mich immer weiter zum Grund, bald ward ich zerdrückt von der eigenen Last.

Dabei ist Gegenteiliges der Fall. Ich habe sogar noch weiter abgenommen. Warum fühle ich mich nur so schwer?
Meine letzte Periode liegt nun 6 Monate zurück.
Wünschte grad ich könnte mich wieder täglich wägen, wie früher, hätte etwas Sicherheit, etwas Ruhe, die Erlaubnis zu essen ohne Erbrechen, doch mein Verstand sagt mir, es wäre fatel.
47.4 zeigte meiner Freundin ihre Waage, als ich mich in ihrem Bad des morgens heimlich wog. War über Nacht bei ihr gewesen. Haben so unglaublich viel gegessen "Lass uns heute einen Fresstag machen, das muss immerhin auch mal sein und ich habe diesen Monat noch einen offen und gerade dir würde es nicht schaden"
Das heißt, mein Magen war des Morgens auch noch so voll gewesen...
47.4
Mein Gewicht heute nicht zu kennen, möcht mir schier den Geist verbrennen. 
Warum fühle ich mich nur so schwer? So unglaublich schwer. Wohl würde ich mich nie als dünn empfinden. Ich bin's auch nicht-vielleicht ja doch.

Meine Mutter hat mich gestern angerufen. Es war das erste Mal nach über einem Monat, dass ich etwas von ihr gehört habe. Das Telefonat war kurz und kalt.
Sie meinte, dass sie die obere Wohnung untervermieten würden, aber mein Zimmer bliebe unangetastet. Sodass, wenn ich einmal über das Wochenende nach Hause käme, ich da schlafen könne. Sie würde sich freuen.

Am Freitag habe ich einem Termin bei einer Psychotherapeutin.

Freitag, 16. Mai 2014

Teil 4: Start of a new beginning

-Osterferien 2014-
Der anfängliche Schock sollte verfliegen, als nach dem ersten überstandenem Wochenende soetwas wie Akzeptanz und Alltag eintrag, doch nicht ohne diesen bitteren Geschmack des Unwissens auf meiner Zunge zurück zulassen. Die geregelten Strukturen waren es, die die Unterscheidung der Tage so schwer machte, doch dennoch zählte ich verbittert die Stunden bis Dienstag. Der Hoffnungsschimmer.

-Dienstag, der 22.04.2014-
Frau S. Und herr K. statteten mir am frühen Nachmittag den ersehnten Besuch ab und das Gespräch gab mir neuen Mut. Frau S. erzählte mir, dass zwei Freundinnen im Jugendamt angerufen und besorgt nach mir gefragt hatten. Sie durften ihnen keine Auskünfte geben, versicherten ihnen jedoch, das es mir gut ginge. Ich jedoch kann kaum beschreiben wie glücklich diese Nachricht mich gemacht hatte. Ich war nicht vergessen. Es waren Ferien, die zwei waren auf Urlaub, doch mein Fehlen war dennoch nicht an ihnen vorbei gegangen und sie hatten nach mir gesucht...
Zweiteres sollte mich noch weiter aufmuntern und das war die Aussicht der baldigen Entlassung aus der Schutzstelle, denn diese müsse frei gehalten werden und ich daher so schnell wie möglich untergebracht. so öffnete mir meine Anwesenheit dort den Platz in der Trainingswohngruppe, den ich ansonsten wohl gar nicht bekommen hätte~ Frau S. erklärte, dass die TWG für Jugendliche sei, die zwar wie ich bereits auf eigenen Beinem stehen konnten, aber -was sie für überaus wichtig empfand- nochimmer die Unterstützung der Gemeinschaft benötigen und dort bekommen. Ich sollte nicht mehr allein sein.
Zwei weitere Wochen würde ich noch ausharren müssen. 
Auch meine Vertrauenslehrerin rief mich am selben Tag noch an, um sich nach mir zu erkundigen. Endlich wieder mit Menschen zu reden, die ich mochte, tat mir unglaublich gut.

Doch das viele Essen hingegen machte mich verrückt. In diesen zwei Wochen war es mit der ES so schlimm wie lange nicht mehr. Zu viel geschah um mich herum, dass sich nicht so einfach händeln ließ, ich nivht händeln konnte. Jedes Gespräch, jede Beobachtung, jeder Gedanke daran wie es wohl weiter geht, belastete mich. Und ich konnte mir nicht helfen, als obendrauf noch die banale doch unglaubliche Angst vor der Gewichtszunahme zu haben. Wie unsinnig es doch eigentlich ist. Hätte ich mich doch eher über die gute Versorgung freuen sollen, hätte meinem Körper endlich etwas gutes tun sollen. Stattdessen habe ich so viel erbrochen wie lang nicht mehr, obwohl ich normale Portionen aß...
Ich hatte es einfach nicht unter Kontrolle. Kein bisschen.
Es war schrecklich.  Es war zu viel.

-Donnerstag, der 24.04.2014-
Als ich das Bad verließ, verstummten die Stimmen und man starrte mich erschrocken an. "Ist etwas?", fragte ich vorsichtig.
"Ach quatsch, der Vollidiot von J. dachte nur, dass du dir gerade den Finger in den Hals steckst, weil du so lange im Bad warst"
"Ja was denn?! Sie ist eben so dünn, dass ist voll krass und ich dachte, ich sei dünn aber im Vergleich bin ich voll fett.Das ist doch abartig"
"Boar J.! Sie kann doch nichts dafür, wenn sie die Krankheit hat!"
"Es war doch auch nicht böse gemeint"
-"Ich habe mich nicht erbrochen..." , warf ich kleinlaut in die Runde ein. Und diesmal war es sogar die Wahrheit gewesen.

-Freitag, der 25.04.2014-
Frau S. hat mich Mittags abgeholt.  Zusammen fuhren wir nach AE, zu mir nach Hause, um noch ein paar persönliche Dinge zu holen, die für mich im Moment ganz wichtig sind. 
Schon der erste Schritt ins Haus fiel mir unglaublich schwer und fast wäre ich umgekehrt und wieder herausgerannt. Die Atmosphäre war so  seltsam, befremdlich, bedrückend. 
Da stand sie vor mir, meine Mutter, nach einer Woche ohne Kontakt.  Auch sie wusste nicht, wo ich war und - hatte mir nichts zu sagen. Ich war verunsichert. 
"Wenn sie wollen können sie gerne die spätere Einrichtung für ihre Tochter besichtigen" - ..."Nein danke"
Noch belastender: in seinem verlassenem Zimmer zu stehen, in dem man seine Kindheit verbracht hatte, das voller Erinnerungen steckte, und unter den Augen von Frau S., meiner Mutter, die durch Frau S. gezwungen war anwesend zu sein und meiner Schwester S., die auch noch dazu kam-immerhin zeigte es, dass es zumindest ihr nicht vollig egal war- ,schnell noch die wichtigsten Dinge einzupacken. In der Tasche landeten meine Zeichensachen, Schulutensilien, Klamotten und Bücher.
Ich verabschiedete mich noch einmal von den geliebten Vögeln.
Welch unglazublich befreiendes Gefühl das Haus wieder zu verlassen und davon zu fahren.
Mein Magen zog sich zusammen. Nicht vor Hunger. 
Vielleicht wollte ich einfach weinen. Aber mit Gefühlen konnte ich noch nie so wirklich. 

Und noch nie hatte ich mich so sehr auf den Schulbeginn gefreut gehabt.

Mittwoch, 16. April 2014

Keep on going


I keep on going
'cuz I am still dreaming
still dreaming 
of a better 
future.
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Schon 25 Follower ♥ Vielen lieben Dank an euch, die sich tatsächlich die Zeit nehmen, das alles was ich schreibe zu lesen, eure lieben Kommentare und die Unterstützung <3 Immer wieder wenn man jemanden findet, dem es genauso ergeht wie einem selbst im Moment, fühlt man sich ein ganzes Stück weniger allein~  
Ich habe leider nicht so viel Zeit im Moment, daher werde ich erst am Wochenende auf die offenen Kommentare antworten und eure Blogs lesen :'3
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Wieder zwei Tage vor rüber und wieder hat sich so viel getan.
Ich bin eigentlich relativ glücklich mit dem Ausgang des Gespräches im Jugendamt. Natürlich ist bei weitem noch nicht alles gesagt, aber ich habe ein gutes Gefühl bei der Sache. So viel Unterstützung ist man gar nicht gewohnt. 
Die Reaktion meiner Mutter war vorhersehbar gewesen und bestätigt im Grunde auch alle meine Theorien über sie. Ein "Es war ja klar" erübrigt sich. Natürlich ist sie sich keiner Schuld bewusst, hat nach Ausreden gesucht, machte ein Dutzend leerer Versprechungen, die sie niemals halten würde.
Aber das verletzt mich nicht, nicht mehr.
Ich sagte, dass ich mich wohl Zuhause fühle, es eigentlich nicht mein Zuhause nennen kann und die ganze Situation und der Umgang mit mir mich ziemlich fertigt macht. 
Auch für Frau S, der Zuständigen vom Jugendamt, die unsere Familie, allerdings eher im Bezug auf meine Schwestern schon länger kennt, war schnell klar, dass ich raus sollte. Und meine Mutter willigte auch sofort ein, ohne wenn und aber, ohne ein "Aurora, es tut mir leid, aber bitte bleib" oder ein "Du bist doch meine Tochter und mir liegt viel an dir", eher wie ein, " Problem endlich aus der Welt geschafft, hau doch endlich ab" und füllte den Antrag aus.
Frau S möchte nun so schnell wie möglich eine Wohngruppe für mich finden, eine in der ich hinein passe, mit anderen Jugendlichen, die ähnliches durchgemacht haben, hier in der Nähe, sodass ich an meiner Schule bleiben und den Kontakt zu meinen Freunden halten kann. Das ist etwas schwierig, sie sind ziemlich voll, aber ich hoffe, sie findet schnell etwas. Am Donnerstag wird sie dann nochmal hier vorbei schauen, sich ansehen, in welchen Verhältnissen ich lebe und mit mir die weiteren Schritte bereden. 
Sie versprach, nichts geschieht ohne mein Einverständnis, -außer sie sieht mich in Gefahr-

Daher wurde ich auch verpflichtet heute noch meine Hausärztin aufzusuchen, um mich durchchecken zu lassen und um zu sehen wie es um meine Gesundheit steht bzw. wie viel ich wohl schon kaputt gemacht habe.. Also ich war da, drei Stunden warten für 10 min Sprechzeit, hab ihr das mit der Essstörung erzählt, so schwer wie es war, von dem Hungern, dem Fressen und dem Erbrechen, sie hat sich fein Notizen gemacht und stellte mir dann einen Überweisungsschein an einen Psychologen aus~ Untersucht hat sie mich nicht, wollte ich auch eigentlich nicht, dashalb hab ich wohl auch nicht weiter gesagt, so kleinlaut wie ich bin, wollts nichts wissen, wollte wieder aus der Praxis raus, sollte sie aber eigentlich. Meine Vertrauenslehrerin und Frau S wollen morgen natürlich wissen was bei raus kam, sie werden mich dann sicher bald nochmal zur Untersuchung zehren. 

Montag, 14. April 2014

Das ist das Gefühl, von Zuversicht

TS Probenwochenende... ging viel zu schnell vorbei...

Heute fiel mir dann erst einmal eine weitere Last von den Schultern. Die Präsentationen unserer Jahresarbeit stand an und durch das Probenwochenende habe ich mich nicht wirklich darauf vorbereiten können und mir gestern Abend natürlich total den Stress gemacht. Es ging um eines meiner großen Jahresziele.
Ich war so aufgeregt, mein Herz fühlte sich so an als würde es jeden Moment in meiner Brust zerbarsten. Rhetorisch, mündlich, war ich nie sonderlich stark und genau darauf wurde so viel wert gelegt.
Die Aufregung war umsonst. 10 von 10 für eine am Vorabend in Panik erarbeitete Präsentation. Zusammen mit den Punkten der schriftlichen Ausführungen, ich hab die 1, Ziel erreicht.

Aber noch viel wichtiger war das Gespräch mit Frau H. Sie hat einen Termin für morgen zusammen mit mir und meiner Mutter im Jugendamt gemacht. -Das heißt auch, dass meine Schulleiterin jetzt auch davon weiß-Sie hat bereits mit der Zuständigen, die schon einmal in meiner Familie war, gesprochen und dann mit meiner Mutter telefoniert. Meine Mutter hat nichts dagegen. Ich weiß nicht, ob das stimmt, denn sie hasst die Zuständige, dass weiß ich, dass hat sie oft genug gesagt. Nur zu Frau H. hat sie gelogen. Andererseits zeigt ihre "ach-geht-schon-klar-Reaktion" wohl auch, dass ich ihr wirklich eher egal bin. Es ist wieder dieses "Ja-Ja-aber bitte hör' dann auf mich zu nerven" -Ich weiß nicht genau wie man es ausdrückt.
Es ist jedenfalls meine Chance hier heraus zukommen.
Und ich weiß, ich bin bereit dafür.
Hier gibt es nichts, dass es wert ist, weiter hier zu bleiben und mich kaputt machen zu lassen.
Ich bin ziemlich aufgeregt, jetzt schon, muss dann gleich mir den Stoff für Physik in den Kopf hämmern und dann geh ich einfach zu Bett.
Frau H. meinte, ich solle mir überlegen, was ich morgen sagen soll, ohne scheu, einfach sagen, dass ich weg will. Ich habe nur das Problem, dass in bestimmten Situationen oder in der gegenwart bestimmter Menschen, ich kein Wort herausbringe, mein Kopf plötzlich gedankenleer ist und es mir verwehrt bleibt, zu sagen, was Sache ist. Ich habe einmal gelesen, man nenne dies Mutismus...
Eine Stunde, um zu sagen, was Sache ist.
Doch die Chance lasse ich mir nicht nehmen.
Etwas bin ich hin und her gerissen, aber eigentlich nur wegen meinen liebsten gefiederten Freunden -sie hängen mir wirklich sehr am Herzen-, den Freiheiten, die man hat, wenn niemand auch nur einen feuchten Dreck darum kehrt wo du bist oder was du machst und die Ungewissheit, welche Konsequenzen es noch für mein Leben geben würde, würde ich in die Wohnstätte ziehen, sie liegt immerhin ein ganzes Stück von hier...
Aber vermutlich muss ich das einmal abschalten.
Vermutlich ist es besser für mich.
Vermutlich.

Mein Gewicht hat sich auf 48 eingependelt, das finde ich gut. Ich hab schon lange nicht mehr abgenommen und auch nicht zugenommen -was verwunderlich ist, das ich am Wochenende regelrecht gefüttert wurde. Den Zustand würde ich gerne halten, ich fühle mich auch fitter. Das ist wirklich schön. Nur das mit dem Erbrechen habe ich immer noch nicht unter Kontrolle bekommen, höchstwahrscheinlich weil ich es auch nicht hinbekomme regelmäßig zu essen. Aber ich möchte mich auch nicht zu sehr darauf versteifen, jedenfalls nicht im Moment, sonst wird es wieder zu viel auf einem Mal.

Mittwoch, 9. April 2014

Rise your wings

Letzte Nacht, da hatte ich einen Traum gehabt. Ich weiß nicht wie lange es nun her ist, dass ich zuletzt einmal so einen richtigen Traum hatte, einen Traum, den ich nicht bestimmte, sondern einen Traum aus meinem tiefsten inneren, aus meinem Unterbewusstsein.

In diesem Traum beschloss ich einmal nicht nach zu denken. Vor allem nicht über Geld, vor allem nicht über Verpflichtungen, vor allem nicht über Konsequenzen.
Kopf aus, einfach handeln. 
Ich ging zur Bank und hob alles Geld ab, dass ich so hart zusammen gespart habe. Nicht so viel wie es sein sollte, aber es ist immer noch für meine Zukunft. Welche Zukunft? Verschwende bloß nicht einen Cent, horte, gib es nicht aus.
Aber wozu? Ich nahm das Geld und setzte mich in den erstbesten Zug und fuhr davon, ohne Ziel, ohne Rückfahrtschein. Einfach weg hier sagte ich. Weit weg, die Welt sehen. Hier gab es nichts, dass mich mehr hielt. Wohin war auch egal, denn jeder Ort, an dem ich noch nicht war, wäre eine Bereicherung.
Ich fuhr in die Hauptstadt, bald zur Müritz und dann wieder ins Gebirge. Hatte nur dass was ich bei mir trug und bald war das Geld futsch. Lebte als Straßenkind, lernte andere Straßenkinder kennen, fuhren schwarz von A nach B, ohne Ziel, ohne Rückfahrt, waren frei und ungebunden. Verdienten etwas Geld mit Straßenmusik und Streetart, bald ging's weiter ins Ausland auf der Ladefläche eines Caddys.
Frei und ungebunden, ausgestiegen, einfach der Nase nach.
Kein Gestern, kein Morgen.
Waren namenlos und ohne Identität, aber das war egal.
Denn wir waren  Frei und ungebunden, ausgestiegen.

Mein erster Traum, nach Ewigkeiten. Was sagt das mir?
Wohl kaum, dass ich weg laufen sollte, doch dass es Zeit wird, mich zu lösen.
Ich habe mich schon immer so eingesperrt gefühlt, gezwungen und gedrängt. Da war stets dieser Drang, sich loszureißen. Ich will mein Leben leben und es so gestalten, wie ich es für richtig halte, für gut und schön.
Doch um wirklich frei werden zu können, so muss man sich erst von allem erdrückenden, zerrenden, einsperrenden und negativen Gedanken losreißen können. Man muss ehrlich zu sich selbst sein und darf nicht versucht es anderen Recht machen zu wollen. Denn es geht hier um einen selbst und man selbst entscheidet darüber, was man eben tun will oder nicht, darüber was gut oder schlecht ist. Wir selbst entscheiden, wer wir sein wollen. Wir schaffen uns Tag für Tag von neuen, verbessern, korrigieren oder zerstören, um dann vom neuen aufzuerstehen.

Es wird Zeit, dass ich an mich denke. An mich selbst.
An das was ich will und was mich glücklich macht.
Denn nur so kann es gehen und was andere dazu sagen ist egal.
Denn ich entscheide, wer ich sein möchte und wohin ich gehen will.'
Nur wer das akzeptiert, gehört auch zu mir, die anderen schaden mir nur.
Ja, es wird Zeit, dass ich die Fesseln abschlage, meine Flügel ausbreite und fliege.
"We can be free, We can learn to fly" 
Meine Obsession für Engel und Vögel hat schon ihren Grund. Sie sind und bleiben meine liebsten Motive.


Montag, 31. März 2014

I don't wanna live like a broken record

Every second's soaked in sadness Every weekend is a warAnd I'm drowning in a deja vuWe've seen it all before 
I don't wanna do this by myselfI don't wanna live like a broken recordI've heard these lines a thousand timesAnd I've seen it all before~
Das Lied fasst mein Wochenende perfekt zusammen.
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Heute in der Mittagspause...
C. fragte, ob wir raus gehen wollen, nicht ganz nach draußen, es war ja etwas frisch und ich frier doch so schnell, aber raus aus dem Klassenzimmer. R. und S. kommen mit. Warum nicht? Zu Bewegung sag ich niemals nein, man sitzt ja sonst die meiste zeit. Jedenfalls dachte ich, wir würden etwas umher laufen.
C. sah mich bedrückt an. "Aurora wir wollen mit dir reden. Wir machen uns etwas Sorgen"
Damit hatte ich nicht gerechnet. "Du weißt, wenn bei dir Zuhause irgendetwas ist, dann kannst du immer zu mir kommen. Wirklich, das ist kein Problem." "Du bist nur so dünn geworden", meinte R. "Deshalb warst du auch bei Frau H. nicht war?"
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich dachte immer, ich sei so unsichtbar. Ich habe auch nie etwas wirklich etwas dagegen gemacht, wollte nie jemanden zur Last fallen oder gar Sorgen bereiten und immer dachte ich, ich sei unsichtbar.
Ich versuchte immer mich nützlich zu machen, sagte immer Ja, dann wusste ich, ich wurde gebraucht. Habe stets geholfen wo es ging, aber immer im Hintergrund. Nur selten, sehr selten kam etwas zurück, aber das fand' ich nicht so schlimm und immerhin dachte ich, ich sei unsichtbar.
Warum dachte ich, ich sei unsichtbar?
Ich wusste nicht was ich sagen sollte, meinte es sei schon besser geworden, war total überrümpelt.
Warum dachte ich, ich sei unsichtbar?
R. drückte mich ganz fest. "Wir sind immer für dich da, ja?"
Nein, ich bin nicht unsichtbar.
Ich bin nicht unsichtbar.
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Ich ließ den Tag ruhig ausklingen, noch immer müde, noch immer kraftlos, aber noch nicht verloren.